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Serial Over LAN

Das Feature Serial Over LAN (SOL) verschafft dem Administrator den gleichen Zugriff auf den Server wie ein direkt angeschlossener Monitor und eine Tastatur. SOL setzt voraus, dass das Bios, der Bootloader und das Betriebssystem richtig konfiguriert sind. Das Bios sollte dazu einen Abschnitt enthalten wie etwa Remote Console oder Serial Console. Das BMC-Handbuch verrät die nötigen Einstellungen.

Ist das Feature eingeschaltet, sollten Sie nach dem Einschalten des Servers alle POST-Nachrichten (Power-On Self-Test) sehen. Ebenso sollten Sie über die SOL-Konsole ins Bios gelangen können. Achten Sie genau auf die Ausgabe, denn einige Tasten werden dabei neu zugewiesen, insbesondere die [Entf]- und die Funktionstasten [F9] bis [F12]. Wenn normalerweise [Entf] ins Bios-Setup führt, müssen Sie nun vielleicht [F4] drücken. Achten Sie auf Formulierungen wie "on remote keyboard", um die richtigen Tasten herauszufinden (Abbildung 1).

Abbildung 1: Die Ausgabe des Bios-Power-on-Bildschirms.

Grub-Bootloader für serielle Konsole

Auch der Linux-Bootloader Grub muss erst entsprechend konfiguriert werden, bevor er mit Serial Over LAN funktioniert. Abbildung 2 zeigt die Konfigurationsdatei »grub.conf« für eine serielle Konsole auf COM2.

Abbildung 2: Grub-Konfiguration für die Systemkonsole auf COM2/ttyS1.

Bei lokal angeschlossener Tastatur gelangen Sie in die Grub-Konsole, wenn Sie innerhalb des Timeout-Zeitraums von 10 Sekunden eine Taste drücken. Wenn ein Monitor angeschlossen ist, gibt Grub die Meldung »Press any key to continue« einmal pro Sekunde aus. Abbildung 3 zeigt ein Beispiel für das Grub-Menü in der SOL-Konsole.

Abbildung 3: Grub über Serial Over LAN.

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Ausgabe /2019