Thematischer Schwerpunkt dieser Ausgabe ist die kontinuierliche Überwachung von Servern, Clients und anderen Geräten im Netzwerk: mit dem IPMI-Plugin, dem ... (mehr)

Wie geht es weiter?

Die Remus-Entwickler haben noch viel vor. Aktuell kann Remus die Fehlertoleranz (auf einem 2.6.18-Dom-0-Kernel) für paravirtualisierte (PVM) und vollvirtualisierte (HVM) Gäste bieten. In zukünftigen Versionen will das Projekt den Quelltext aufräumen und das externe Kommando »remus« in das »xm« -Frontend für die Steuerung aufnehmen. Auch Libvirt-Unterstützung wollen sie anbieten. Für die Realisierung der Hochverfügbarkeit nutzt Remus noch einen eigenen, sehr einfachen Heartbeat-Mechanismus, während Corosync http://8 und Pacemaker viel mächtigere Funktionen bieten. Künftige Xen-Versionen sollen deren Integration erlauben.

Noch lange nicht tot

Es bleibt abzuwarten, ob jene Linux-Distributionen, die in der Vergangenheit ihre Unterstützung für Xen als Dom-0 eingestellt haben, es nun wieder integrieren. Genauso spannend ist es zu beobachten, ob die neue Version den Druck auf die Kernelentwickler erhöht, Xen in den Linux Kernel aufzunehmen.

Grundsätzlich bietet KVM ähnliche oder gleichwertige Funktionen wie Xen und wahrscheinlich werden deren Entwickler die neue Xen-Version als Herausforderung sehen, auch Fehlertoleranz anzubieten. Ein größeres Problem für den Einsatz von Remus in produktiven Umgebungen stellt sicherlich der Mangel an administrativen Oberflächen mit Remus-Unterstützung dar. Xen abzuschreiben, wäre aber auf jeden Fall verfrüht.

Der Autor

Ralf Spenneberg arbeitet als freier Unix/Linux-Trainer, Berater und Autor mit seinem Unternehmen Open Source Training Ralf Spenneberg. Vor wenigen Wochen ist die zweite Auflage seines neuesten Buches "VPN mit Linux" erschienen.

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