Thematischer Schwerpunkt dieser Ausgabe ist die kontinuierliche Überwachung von Servern, Clients und anderen Geräten im Netzwerk: mit dem IPMI-Plugin, dem ... (mehr)

E-Mail

Als Beispiel für die IPv6-Konfiguration von IMAP und POP soll Dovecot dienen, der sich ohnehin in den letzten Jahren einen guten Ruf als sicherer und zuverlässiger IMAP-Server erworben hat. Listing 8 zeigt eine minimale Konfigurationsdatei »/etc/dovecot.conf« , mit der sich der Server an IPv4- und IPv6-Adressen bindet. Alternativ setzen Sie die Listen-Direktiven auch in den einzelnen IMAP- und POP3-Abschnitten ein.

Listing 8

dovecot.conf

 

Sendmail-Anwender können ihren Mailserver mit einer einfachen Änderung IPv6-tauglich machen. Prinzipiell gibt es dafür zwei Möglichkeiten, wie Listing 9 zeigt. Welche Zeile Sie auskommentieren, hängt von Ihrer Konfiguration ab. Bei den meisten Systemen funktioniert der IPv6-Listener mit IPv6 und IPv4. Auf manchen Systemen, zum Beispiel einigen BSD-Varianten, muss man beide Listener aktivieren, damit es funktioniert.

Listing 9

sendmail.mc

 

Unter Linux kommentieren Sie die V4-Zeile aus und fügen die V6-Zeile hinzu. Die Namen »MTA-v4« und »MTA« sind nicht weiter wichtig, sie werden nur verwendet, um sich an anderer Stelle in der Konfiguration darauf zu beziehen.

Webserver

Der Apache-Server macht es Administratoren leicht, einen Namen-basierten virtuellen Host auf IPv6 zu migrieren. Sie müssen dazu einfach nur an den entsprechenden Stellen die IPv6-Adressen hinzufügen, etwa so:

Listen 192.159.10.7:80
Listen [2001:db8::400:7]:80
<VirtualHost 192.159.10.7:80 [2001:db8::400:7]:80>
ServerName www.delong.com

Es genügt also, eine weitere Listen-Zeile und die Adresse in der Virtualhost-Konfiguration einzutragen. Hier sieht man auch ein typisches Problem bei der Migration auf IPv6: Die meisten Administratoren sind die Notation einer IP-Adresse mit Doppelpunkt und Port gewohnt. Das führt bei IPv6-Adressen zu Verwirrungen, weil sie ja selbst den Doppelpunkt als Trennzeichen verwenden. Deshalb schließen viele Anwendungen die Adresse selbst in eckige Klammern ein und lassen erst danach einen weiteren Doppelpunkt und die Portnummer folgen.

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Ausgabe /2020