Strom sparender Computereinsatz hilft nicht zuletzt auch Kosten zu senken. ADMIN 02/2011 geht der Frage nach, was Administratoren tun können, damit ihre ... (mehr)

Ausweg

Schließlich bringt das Paket »zlib« die Lösung für das Problem. Der Rest ist dann nur noch Formsache. Zuerst erstellt der Admin ein Verzeichnis für die Parallelinstallation: »mkdir -p /usr/lib/vmware/lib/fc13lib64« . Danach besorgt er sich die RPMs von »glibc« und »zlib« für Fedora 13 und packt sie aus. Für die Parallelinstallation kann der Admin »rpm« mit einem alternativen Root-Verzeichnis verwenden [6][7]. Die bessere Wahl ist aber, die RPMs in CPIO-Archive umzuwandeln und diese dann auszupacken [7][8]. So umgeht man auf einfache Weise die Ausführung etwaiger Pre- oder Post-Installationsskripte und die RPM-Datenbank des Systems bleibt auch sauber (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: RPM-Pakete lassen sich mit rpm2cpio und cpio einfach extrahieren.

Untergeschoben

Sind die Bibliotheken am richtigen Platz, muss der Admin dem Binär-Programm »vmware-hostd« noch beibringen, die parallel installierten Objekte zu verwenden. Dazu setzt er die Shell-Variable »LD_LIBRARY_PATH« entsprechend, bevor aus dieser Shell das Binär-Programm startet. Das ist recht einfach, da VMware selbst auf die gleiche Weise eigene Bibliotheken integriert. Ist alles erledigt, kann der Admin das Konstrukt testen. Dies kann sogar schon unter Fedora 13 geschehen. Der finale Test kann natürlich nur unter dem neuen OS erfolgen. Vor dem Upgrade sollte der Admin aber diesmal geeignete Maßnahmen ergreifen, die einen Fallback einfacher gestalten (Listing 4).

Listing 4

LD_LIBRARY_PATH für zusätzliche Bibliotheken

 

Glücklicherweise bleiben hier weitere negative Überraschungen aus und der VMware-Server verrichtet nun auch unter Fedora 14 seine Dienste.

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