Von Cents und Milliarden

Was das Backup wert war, erweist sich, sobald man es versucht ganz oder teilweise wiederherzustellen. Spätestens dann macht sich die Wahl des richtigen Tools ... (mehr)

was sind Daten wert? Das, was zu ihrer Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung aufzuwenden ist, würden Versicherungen sagen, die entsprechende Policen im Angebot haben. Und das kann sich summieren: Eine ausgebildete Datentypistin schafft vielleicht 300 Anschläge in der Minute und würde damit 55 bis 60 Stunden brauchen, um ein einziges Megabyte neu zu erfassen. Kostet sie pro Stunde (inklusive Sozialabgaben) vielleicht um die 40 Euro, ist das MByte zwischen 2200 und 2400 Euro teuer. Der Inhalt nur einer Terabyteplatte, wie man sie aus jedem Elektronikmarkt für deutlich unter 100 Euro mitnehmen kann, wäre nach dieser etwas vereinfachten Rechnung schon mehr als zwei Milliarden Euro wert.

Das könnte freilich niemand versichern, und deswegen zahlt die Versicherung auch nur, wenn es ein Backup gibt. Natürlich bräuchte man sein Kopfrechenvermögen gar nicht so zu strapazieren, um zu erkennen, dass eine Datensicherung unverzichtbar ist: Schließlich gehört das zum kleinen Einmaleins der IT. Komplizierter wird es schon beim Wie. Hier bieten sich zahlreiche Alternativen, und die Features und Preise einzelner Produkte unterscheiden sich stark. Deshalb vergleicht das ADMIN-Magazin in dieser Ausgabe ab Seite 36 acht Backup-Programme der Enterprise-Klasse anhand von etwa 100 Kriterien und schafft damit eine solide Entscheidungsgrundlage für die Auswahl der passenden Backupsoftware.

Andererseits gibt es sehr billige Daten – mein Familienstand wäre etwa bei einem Adresshändler für weniger als einen US-Cent zu bekommen, genau wie Informationen zu meinen Kreditkarten oder meinem Auto. Ob ich blogge oder gerne koche, wäre immerhin drei Cent wert. Daneben gibt es auch vollkommen wertlose Daten – und das sogar in jeder Menge. Dabei denke ich nicht nur an Spam und Werbemüll, sondern durchaus auch an die Unmengen weitgehend sinnfreier Tweets und anderer gehaltloser Kommunikation, mit der man in sozialen Netzen überschüttet wird. Klar, darüber lässt sich trefflich streiten. Und genau das wollen wir auch tun. Mit dem ersten Beitrag einer neuen Rubrik legen wir ab Seite 16 vor. Dieser Beitrag findet sich auch auf unserer Homepage und wartet dort (oder auf Facebook) auf Kommentare. Wir freuen uns auf eine angeregte und anregende Diskussion.

P.S.: Was halten Sie vom ADMIN-Magazin? Bitte beteiligen Sie sich doch an unserer Leserumfrage unter [http://www.admin-magazin.de/Umfrage2011]. Schon mal herzlichen Dank!

Viel Spaß beim Lesen und Mitreden wünscht

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