Duell der Datenbanken: In einem Shootout messen sich MySQL und PostgreSQL. Der Schwerpunkt vom ADMIN 06/2011 überprüft, wer schneller ist und gibt einen ... (mehr)

Ausblick

Fortgeschrittene Ruby-Anwender und -Entwickler finden auf der RVM-Webseite eine Zusammenstellung von Best Practices und problemspezifischen Lösungsansätzen [8]. Die Interaktion mit dem Gem-Bundler wird ebenso diskutiert wie die Einbindung in Entwicklungsumgebungen, der Einsatz in Continuous Integration Systemen wie Hudson und Auto-Completion in Zsh/Bash.

Ubuntu Oneiric Ocelot (11.10) liefert als eine der ersten Linux-Distributionen RVM selbst als Paket aus [9]. Inwieweit sich der untypische Ansatz von RVM und das Paketmanagement vertragen, wird sich erst zeigen müssen. Obwohl die Auslieferung von RVM als Paket dem Nutzer die erste Hürde der ungewohnten Installation nimmt, muss er dafür aber auf die Verbesserungen der sehr kurzen RVM-Entwicklungszyklen verzichten.

In automatisierten Server-Landschaften lässt sich RVM bequem per Puppet ausrollen und verwalten. Entsprechende Puppet-Module finden sich auf Github [10]. Experimentierfreudige können RVM zum Anlass nehmen, sich mit dem Scripting Management Framework (SM) auseinanderzusetzen [11]. Das auch BDSM genannte System ist ein Skripting-Framework zur Automatisierung von Servern, welches weitestgehend die RVM-Entwickler pflegen.

RVM ist ein komplexer Meta-Paketmanager für Ruby-Interpreter und Gem-Sets. Die Implementation in Bash-Skripten und die geringen Abhängigkeiten von »curl« und »git-core« bieten eine vergleichsweise schlanke, wenn auch komplexe Lösung. »rvm« ist trotz einiger Schwierigkeiten in der Handhabung der derzeit am weitesten verbreitete Ansatz dieser Art in der Ruby-Welt. Ob man nun am Distributions-Paketmanager vorbeiinstallieren möchte oder nicht: Einfacher lässt sich die Verwaltung kaum übernehmen.

Listing 2

Die wichtigsten RVM-Befehle

 

Der Autor

Caspar Clemens Mierau ist Medien-Kulturwissenschaftler, arbeitet an seiner Dissertation über Entwicklungsumgebungen und berät mit seinem Projekt Screenage Firmen wie moviepilot.de, artfacts.net und aperto.de.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

ADMIN-Tipp: Dummy-Pakete für Debian und Ubuntu

Nicht immer bieten Linux-Distributionen die neueste Version eines Software-Pakets an. Am Beispiel von Ruby zeigen wir, wie man Software von Hand installiert und mit Dummy-Paketen trotzdem Abhängigkeiten befriedigt.

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019