Duell der Datenbanken: In einem Shootout messen sich MySQL und PostgreSQL. Der Schwerpunkt vom ADMIN 06/2011 überprüft, wer schneller ist und gibt einen ... (mehr)

Kleine Auswahl

Serveradmins, die auf der Kommandozeile arbeiten, können mit Gparted wenig anfangen. Derzeit ist die Zahl der GPT-geeigneten Fdisk-Ersatzprogramme recht überschaubar. Am interessantesten erscheint das Projekt GPT fdisk [8], es besteht aus den Programmen »gdisk« , »sgdisk« und »fixparts« . Ein aktuelles Ubuntu kann nur »gdisk« über sein Repository beziehen. Deshalb ist es sinnvoller, alle Pakete direkt über den Open Suse Build Service [9] zu holen.

Ist das Toolset installiert, lässt sich eine Festplatte prüfen und bearbeiten. Gdisk zeigt bei einer frischen Festplatte:

Partition table scan:
 MBR: not present
 BSD: not present
 APM: not present
 GPT: not present

Mit dem Kommando »p« für "Print the partition table" listet das Tool die Partitionstabelle (Listing 4). Der Kurzbefehl »o« (Create a new empty GUID partition table) legt nach einer Sicherheitsabfrage eine neue GPT-Tabelle an. Mit der Auswahl »n« (Add a new partition) lässt sich wie vorhin mit Gparted eine durchgängige Datenpartition erzeugen. Gdisk liefert dabei GUID-Optionen, die Gparted nicht kennt:

Listing 4

Partitions-Informationen von Gdisk

 

Use 'l' on the experts' menu to adjustalignment
Last sector (2048-5860533134, default =5860533134) or {+-}size{KMGTP}:
Current type is 'Linux/Windows data'
Hex code or GUID (L to show codes, Enter =0700):

Den vorgeschlagenen Wert »0700« für »Linux/Windows data« übernahmen die Tester und schrieben per »w« (Write table to disk and exit) alles auf den Datenträger. Zum Formatieren diente im Test »mkfs.ext4« . Auf der Kommandozeile dauerte der gesamte Vorgang etwa 3 Minuten weniger als mit Gparted. Die so geschriebene GPT war identisch mit der von Gparted erzeugten, das jedenfalls ergab im Test ein direkter Vergleich mit »dd« und »xxd« .

Von MBR nach GPT …

Praktischerweise vermag Gdisk MBR-partitionierte Festplatten in GPT-partitionierte umzuwandeln. Das spart das Retten und Wiederherstellen vorhandener Partitionsinhalte. Zuständig ist das Gdisk-Kommando »r« (Recovery and transformation options). Die Tester zogen dafür einen älteren, 200 GByte großen Datenträger mit MBR-Partitionierung aus ihrem Fundus. Nach der Konvertierung liefert »gdisk /dev/sde« folgendes Ergebnis:

Partition table scan:[...]
Found valid GPT with protective MBR; usingGPT.

Listing 5 zeigt die Ausgabe des Forensiktools »mmls« aus dem Sleuthkit-Paket [10]. Zeile 2 bestätigt die erfolgreiche Umwandlung. Interessant gestaltet sich der Partitionseintrag selbst in Listing 6, denn der Datentyp liegt zusätzlich zur GUID als Texteintrag in Zeile 4 bis 6 vor.

Listing 6

dd if=/dev/sde | xxd (Auszug)

 

Listing 5

mmls /e3v/sde

 

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