Wer sein System permanent überwacht, hat den Grundstein dafür gelegt Engpässe zu vermeiden und Fehler frühzeitig zu erkennen. Neben dem Platzhirsch Nagios ... (mehr)

Zabbix

Zabbix [2] wirbt ebenfalls mit hoher Skalierbarkeit: Bis zu 100 000 überwachte Geräte mit bis zu einer Million verschiedener Metriken sollen laut Auskunft des Herstellers kein Problem sein. Dazu kann die Software Tausende Checks pro Sekunde verarbeiten.

Ein weiterer Vorteil von Zabbix ist die leichte Konfigurierbarkeit mit einer zentralen Datenbank. Fortgeschrittene Features wie Performance-Diagramme (Abbildung 1) oder Maps erfordern mit anderen Lösungen zunächst oft einen höheren Einarbeitungsaufwand, bis sie ähnliche Ergebnisse produzieren. Verglichen mit Nagios punktet Zabbix außerdem mit einem Auto-Discovery (wie OpenNMS).

Icinga

Auch dem Nagios-Fork Icinga [3] fällt es nicht schwer, mit eigenen Vorteilen zu werben. So ist die Software im Unterschied zur kommerziellen Spielart von Nagios zu 100 Prozent Open Source. Dabei unterstützt sie dank eines eigenen Datenbanklayers nicht nur MySQL und PostgreSQL, sondern auch das weitverbreitete Oracle. Icinga beinhaltet Dutzende Bugfixes, die Nagios fehlen. Ein besonderer Hingucker ist das neue, moderne Webinterface, das deutlich über die schon etwas altbackene klassische Nagios-Ansicht hinausgeht. Daneben gibt es eine Monitoring-App für Smartphones. Icinga wird mit festen Release-Zyklen und einer öffentlich einsehbaren Roadmap ständig weiterentwickelt und ist dennoch rückwärtskompatibel zu Nagios, dessen großen Vorrat an Plugins es so ebenfalls nutzen kann.

In Icinga ist ein leistungsfähiges Reporting (auf der Basis von Jasper Reports) bereits integriert. Es erlaubt im Unterschied zu Nagios Core eine Authentifizierung auch via LDAP oder Active Directory. Icinga kommt mit IPv6 klar – das klassische Nagios nicht. Es unterstützt mehr als 20 Sprachen und hat im Detail noch zahlreiche weitere Vorteile zu bieten.

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Ausgabe /2019