Wer sein System permanent überwacht, hat den Grundstein dafür gelegt Engpässe zu vermeiden und Fehler frühzeitig zu erkennen. Neben dem Platzhirsch Nagios ... (mehr)

NetEye

Zahlreiche Funktionen, die es beim originalen Nagios nicht in dieser Form gibt, kann auch NetEye [6] aufzählen:

NetEye: "Mit dem Modul Asset- und Inventory Management kann NetEye beispielsweise ein automatisches Inventar der Arbeitsplätze erstellen. Dafür integriert es die Open-Source-Projekte GLPI und OSC Inventory. Informationen zu Notebooks, Desktops, Monitoren, Druckern, Netzwerkgeräten und Servern werden in einer eigenen Datenbank automatisch gesammelt. Nach der Aktivierung dieses Dienstes ist es möglich, eine detaillierte Liste der Konfigurationen aller Hardware- und Softwarekomponenten im Netz zu erzeugen.

Hersteller Würth Phoenix hat zudem mit Safed Agent einen universell einsetzbaren Syslog-Agenten unter der GPL entwickelt, der alle gängigen Plattformen unterstützt. Er liest Betriebssystemevents von Windows wie auch generische Logfiles und lässt sich einen eingebetteten Webserver konfigurieren, der HTTP sowie HTTPS unterstützt.

Eine speziell entwickelte Message Console erlaubt die Auflistung klassifizierter Störfälle mit frei konfigurierbaren Fehlerklassen und Filterregeln. Das Web Service Monitoring wird wiederum durch ein eigens realisiertes Modul unterstützt. Als Basis-Engine wird hier das Open-Source-Projekt Webinject genutzt. Rund um Webinject entstand eine Web-Oberfläche, in die Test-Szenarien eingegeben werden können. Damit lassen sich auf einfache Art und Weise intelligente Checks für Web-Anwendungen realisieren.

Der in NetEye integrierte SNMP-Trap-Handler kann verschiedene Filter- und Kategorisierungsmöglichkeiten über ein speziell entwickeltes Interface verwalten. Die gesammelten Daten können auch in die Message Console oder den Nagios Service Check Acceptor (NSCA) einfließen. Umfassende Suchfunktionen helfen dem Administrator dann anschließend beim Auffinden der zu analysierenden Traps.

Die Komponente Network Access Monitor erlaubt es, auf einfache Weise festzustellen, ob ein fremdes Gerät im Netz angeschlossen wurde, dessen Ports der Monitor dann auf Wunsch automatisch in ein isoliertes VLAN verschieben kann. Auf diesem Weg wurde ein einfaches Network Access Control-Modul mit geringer Komplexität realisiert.

Das Modul Network Traffic Monitor wiederum nutzt das Open-Source-Projekt NFSEN, das in der Lage ist, NetFlow-Ströme von Routern und Switches auszuwerten. Die Daten lassen sich dann in eigene Profile aggregieren, sodass sich eine klare Darstellung der Bandbreite auf Applikationsebene ergibt. Durch das Ablegen der Profile in RRD-Files lassen sich auch Trendanalysen der Bandbreitennutzung auf Applikationsebene über ein ganzes Jahr hinweg realisieren. Damit ist ein Capacity Management wahlweise auf Jahres-, Monats- oder auch Wochenebene möglich.

Ein speziell entwickeltes BSM-Modul erlaubt es NetEye schließlich, die Auswirkungen von IT-Störfällen auf Geschäftsprozesse darzustellen. Auch lassen sich Störungen simulieren (Business Impact Analyse). Mithilfe von NagVis wird auch ein Dashboard zur visuellen Darstellung zur Verfügung gestellt. Dies hilft bei der schnellen Identifizierung defekter Hardwarekomponenten und erlaubt eine logische Darstellung der eigenen IT-Infrastruktur mit einem frei definierbaren Detailierungsgrad."

OpMon

Einen etwas anderen Ausgangspunkt hat OpMon [7]: Hier waren es brasilianische Admins, die sich mit dem englischsprachigen Nagios schwertaten, weshalb die Firma OpServices in Sao Paulo eine Übersetzung der Software ins brasilianische Portugiesisch anfertigte. Und weil man einmal dabei war, baute man auch gleich noch ein paar Funktionen ein, die sich die Anwender wünschten. Beispielsweise ein eigenes, mehrsprachiges PHP-Webinterface (Abbildung 2), neue Report-Module und einen Scheduler für Reports, die die Bereiche SLAs, Capacity Planning oder Verfügbarkeit abdecken.

Abbildung 2: Der Host-Editor von OpMon erlaubt es, die Daten der zu überwachenden Hosts via Webformular einzugeben.

Ganz oben auf der Wunschliste der Anwender stand auch eine bessere Visualisierung des Status der überwachten Prozesse. Dafür entstand das mächtige Dashboard DaVINCI, das auch in andere Nagios-Installationen integrierbar ist.

Etliche der neuen Komponenten erforderten eine leistungsfähige Datenbankunterstützung, die erst noch geschaffen werden musste, was dann auch einen webbasierten Konfigurator möglich machte. Im Moment wollen die Entwickler OpMon als ITIL-Tool weiter ausbauen und einen Service Desk sowie eine CMDB. (OTRS) integrieren.

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