Mit E-Mail-Diensten muss sich jeder Administrator früher oder später einmal beschäftigen. Das zur CeBIT erscheinende ADMIN 02/2012 gibt dazu Praxis-Tipps und ... (mehr)

Perl für Windows

Um zu testen, ob ASSP etwas für Ihre Umgebung ist, sollten Sie zunächst eine Testumgebung installieren. Da ASSP in Perl geschrieben ist, müssen Sie auf dem Windows-Server zunächst die aktuelle Activeperl-Version in 32-Bit installieren. Diese finden Sie zum Beispiel auf der Seite [4]. Installieren Sie Perl im Standard-Verzeichnis »C:\Perl« . Wollen Sie ein anderes Verzeichnis verwenden, müssen Sie in den Skripten von ASSP den Pfad anpassen.

Laden Sie sich die aktuelle ASSP-Version herunter, entpacken Sie das Archiv und kopieren Sie das komplette Verzeichnis »assp« aus dem Archiv auf den Server direkt in das Stammverzeichnis. Im nächsten Schritt laden Sie sich von der Downloadseite noch die Datei »assp.mod.zip« herunter. Sie finden diese über den Link »ASSP V2 multithreading« bei den Download-Dateien. Entpacken Sie das Archiv, und kopieren Sie das Verzeichnis »assp.mod\assp.mod« in das Stammverzeichnis »C:\assp« als zusätzliches Verzeichnis (Abbildung 2).

Abbildung 2: Kopieren der für den Antispam-Proxy notwendigen Installationsdateien auf dem Exchange-Server.

Im nächsten Schritt müssen Sie auf dem Server noch Microsoft Visual C++ 2008 Redistributable Package (x86) von der Seite [5] installieren. Sie benötigen keine neuere Version, auch nicht auf Servern mit Windows Server 2008 R2 und Exchange Server 2010. Bevor Sie sich an die weitere Installation von ASSP machen, brauchen Sie auf dem Server noch OpenSSL in der Version 0.9.x. Verwenden Sie keine neuere Version. Die notwendigen Installationsdateien finden Sie auf der Seite [6]. Installieren Sie die Software mit den Standardeinstellungen.

Stellen Sie sicher, dass die Verzeichnisse »c:\perl« , »c:\perl\bin« , »C:\assp« und »c:\openssl\bin« im Pfad des Servers bei den Systemvariablen eingetragen sind. Haben Sie den Pfad geändert, müssen Sie geöffnete Eingabeaufforderungs-Fenster neu starten, damit diese den Pfad verwenden. Öffnen Sie anschließend eine Befehlszeile auf dem Server und wechseln Sie in das Verzeichnis »C:\assp\assp.mod\install« .

Abbildung 3: Installieren von Anti-Spam-SMTP-Proxy über die Eingabeaufforderung in Windows Server 2008 R2.

Während der Installation von ASSP muss das Tool noch verschiedene Module aus dem Internet nachladen. Der Server, auf dem Sie ASSP installieren, muss daher über einen funktionierenden Internetzugang verfügen.

Proxy unterstützt

Der Installationsassistent kann dazu auch mit einem Proxy-Server arbeiten. Wenn Sie keinen Proxyserver für den Internetzugang einsetzen, geben Sie als Nächstes den Befehl »perl mod_inst.pl« ein. Verwenden Sie eigene Verzeichnisse und Einstellungen oder einen Proxy-Server, müssen Sie vor der Installation die Konfigurationsdateien von ASSP anpassen. Öffnen Sie dazu die Datei »install.cmd« . Verwenden Sie ein benutzerdefiniertes Verzeichnis für ASSP, tragen Sie in der leeren Zeile den Pfad in der Form »set ASSPDIR=Verzeichnis« ein. Auch den Proxyserver tragen Sie in der Datei ein. Anschließend speichern Sie die Datei, und starten die Installation in diesem Fall durch die Eingabe von »install.cmd« (Abbildung 4).

Abbildung 4: Starten des Anti-Spam-Proxy.

Unter Umständen erhalten Sie bei der Installation einiger Module eine Fehlermeldung. Das spielt aber zumindest zum Testen keine große Rolle, da ASSP auch ohne diese Module funktioniert. Sollten Sie sich entschließen, den Anti-Spam-Proxy produktiv einzusetzen, können Sie die entsprechenden Module jederzeit nachinstallieren. Um nachträglich Pakete in Perl zu installieren, rufen Sie entweder mit »ppm« den Paketmanager auf oder laden die gewünschten Pakete von der CPAN-Website http://search.cpan.org. Eine Anleitung dazu finden Sie auf der Seite [7].

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