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Und was ist Ceph?

Die meisten Beiträge zu RADOS sind ausschließlich mit Ceph übertitelt, was zu einiger Verwirrung führt. Um das Verhältnis von RADOS und Ceph zu verstehen, ist eine Aussage von Sage A. Weil sehr hilfreich: RADOS und Ceph sind zwei Teile der gleichen Lösung, wobei RADOS der "untere" Teil und Ceph der "obere" Teil der Lösung ist. So viel steht fest: Der schönste Object Store ist nichts wert, wenn er keine Möglichkeit bietet, an die in ihm abgelegten Daten wieder heranzukommen. Ceph bietet für RADOS genau das: Es ist ein Dateisystem, das im Hintergrund auf den Object Store zugreift und so dessen Daten direkt aus Applikationen heraus nutzbar macht. Die Metadata-Server greifen Ceph bei dieser Aufgabe unter die Arme: Sie bieten die laut POSIX-Standard nötigen Meta-Daten zu jeder Datei, auf die Ceph zugreift, wenn ein Benutzer eine Datei über Ceph anfordert. Das Chaos hinsichtlich der Namen von RADOS & Ceph verwirrt; offensichtlich ist man bei Dreamhost erst in einem späteren Stadium darauf gekommen, dass sich RADOS selbst auch als Backend für andere Werkzeuge als ein Dateisystem einsetzen lässt. Oft genug ist auch in den offiziellen Anleitungen von Dreamhost lediglich von "Ceph" die Rede, obwohl RADOS und Ceph gemeint sind.

Das erste RADOS-Setup

Grau ist alle Theorie, und auch das Verständnis von RADOS und Ceph gelingt am lebenden Objekt wesentlich leichter als in der Beschreibung. Ein vollständiges RADOS-Ceph-Setup braucht nicht viel: Drei Server mit lokalem Storage genügen. Die Zahl Drei steht im Zusammenhang damit, dass RADOS sich um das Thema Hochverfügbarkeit selbstständig kümmert: Über die schon erwähnte PAXOS-Implementation stellen die MONs sicher, dass stets mehr als eine Kopie eines Objektes innerhalb eines RADOS-Clusters verfübar ist. Zwar ließe sich auch ein einzelner Knoten zu einem RADOS-Store machen, mit der Hochverfügbarkeit wäre es dann allerdings vorbei. Ein RADOS-Cluster aus zwei Knoten ist noch kritischer: Dieser erreichte im Normalfall zwar durchaus ein Quorum, aber der Ausfall eines einzelnen Knotens würde im Anschluss auch den anderen Knoten unbrauchbar machen, weil RADOS ein Quorum braucht, es mit einer Instanz aber per Definition nicht erreichen kann. Erst mit drei Knoten ist man auf der sicheren Seite, weil der Ausfall eines Knotens hier kein Problem ist.

Es spricht übrigens überhaupt nichts dagegen, sich anfangs auf rein virtuellen Maschinen mit RADOS zu beschäftigen – Funktionen, die spezielle Hardware-Features brauchen, gibt es in RADOS nicht.

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Ausgabe /2019