Security ist ein stets aktuelles Thema in der IT. Deshalb widmet sich das ADMIN-Magazin 04/2012 speziell Sicherheitsaspekten und gibt Antworten auf die Fragen: ... (mehr)

FreeBSD 9 einrichten und verwenden

Ist die Installation abgeschlossen, besteht die Möglichkeit, Benutzer für das System anzulegen. Das ist natürlich auch jederzeit nachträglich möglich. FreeBSD schlägt dazu auch Standardeingaben vor, die Sie lediglich bestätigen müssen. Im Rahmen der Einrichtung legen Sie auch die Netzwerkverbindung fest. Sie können entweder manuell IPv4- und IPv6-Adressen festlegen oder das Netzwerk über DHCP konfigurieren. Die Konfiguration können Sie auch nachträglich anpassen, zum Beispiel wenn Sie Gnome 2.32.1 oder KDE 4.7.3 als grafische Benutzeroberfläche installieren.

Erkennt der BSD-Installer eine WLAN-Netzwerkkarte, können Sie bereits während der Installation das WLAN verwenden. FreeBSD 9 unterstützt dabei alle gängigen Verschlüsselungsmethoden, auch WPA2. In der Shell öffnen Sie das Konfigurationstool für FreeBSD mit dem Befehl »sysinstall« . Hierüber können Sie auch nachträglich Änderungen an der IP-Konfiguration vornehmen. Die Dokumentation der Entwickler ist sehr umfangreich und auch auf Deutsch verfügbar [4]. Hilfe findet sich aber nicht nur dort, sondern auch in Foren wie [5].

Anwendungen installieren

Um Anwendungen zu installieren, verwenden Sie entweder die Ports-Sammlung zur Installation aus dem Quellcode (Abbildung 2) oder Pakete von bereits kompilierten Softwarepaketen. Aktuell sind über 23 000 Anwendungen über diesen Weg installierbar. Eine aktuelle Liste verfügbarer Anwendungen unterschiedlicher Kategorien führt [6]. FreshPorts [7] verfolgt Änderungen an Anwendungen. Sie können sich auf Wunsch E-Mails zusenden lassen, wenn sich Anwendungen ändern. Kennen Sie den Namen eines Programms, aber nicht dessen Speicherort, verwenden Sie in FreeBSD das Tool »whereis« , zum Beispiel »whereis lsof« . Mit »sysinstall« können Sie neben Systemeinstellungen auch Pakete installieren, löschen und anzeigen.

Abbildung 2: Neben Binärpaketen bietet FreeBSD mit den Ports einen Weg, alle Software selbst zu kompilieren.

Für die Verwaltung der Pakete stehen in der Shell die Befehle »pkg_add« , »pkg_delete« oder »pkg_info« zur Verfügung. Der Port einer Anwendung ist eine Sammlung von Dateien, die das Kompilieren automatisieren. Bei der Installation über einen Port lädt FreeBSD den Quellcode der Anwendung automatisch herunter, entpackt, übersetzt und installiert ihn. Installieren Sie eine Anwendung, die von einer Bibliothek abhängt, erkennt FreeBSD diese und installiert die Abhängigkeiten automatisch. Wenn Sie eine Anwendung über Ports installieren, können Sie die Angabe der Optionen für FreeBSD optimieren. Sie können zum Beispiel die Anwendung für spezielle Prozessoren anpassen.

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