Security ist ein stets aktuelles Thema in der IT. Deshalb widmet sich das ADMIN-Magazin 04/2012 speziell Sicherheitsaspekten und gibt Antworten auf die Fragen: ... (mehr)

Minimal oder optimal

Im Folgeschritt des Installationsassistenten hat der Admin die Wahl zwischen einer Default- und einer Minimal-Installation. Letztere enthält nur die Core-Komponenten.

Nach Auswahl des Installationsverzeichnisses im Folgeschritt schaufelt der Assistent die zugehörigen Binärdateien auf die Festplatte und passt freundlicherweise die Windows-PATH-Variable an, sodass sämtliche Tools über die Standard-Kommandozeile erreichbar sind.

Das gilt auch für die Linux-Shell (Bash) zu deren Start der Admin lediglich in der Windows-Shell "cmd" »Bash« eingibt. Das funktioniert allerdings erst nach einem Neustart des Windows-Rechners und vollzieht sich völlig unspektakulär direkt im cmd-Fenster, das quasi nur sein PROMP-Erscheinungsbild ändert, sofern der Admin im Installer die Default-Konfiguration gewählt hat.

Beim ersten Start ist es allerdings erforderlich mit »mkdir /tmp« ein temporäres Verzeichnis anzulegen, was bereits mit dem Unix-Kommando »mkdir« erfolgt. Ist das erfolgt, stehen die meisten erwähnten Bash-Befehle zur Verfügung. Eine Übersicht aller übrigen verfügbaren Unix-Kommandos liefert »gow.bat -l« (Abbildung 2). Sämtliche für Gow portierten Unix-Tools befinden sich im Unterverzeichnis »bin« des bei der Installation angegeben Pfades. Tools, die über eine eigene Benutzerschnittstelle verfügen, wie »putty« oder »ncp« lassen sich dann auch per Doppelklick starten.

Abbildung 2: Diese Tools und Kommandos stellt Gow zur Verfügung.

Fazit

Gow ermöglicht es wie das bekannte Cygwin, die Bash sowie zahlreiche GNU-Tools unter Windows zu verwenden. Im Vergleich ist Gow aber viel kompakter, einfach zu installieren und wird zudem aktiv gepflegt, was unter anderem auch die enthaltenen Programme mit Updates versorgt.

Abgesehen von Make fehlen aber die Entwicklungs-Tools wie der GNU-Compiler, auf die der Anwender dann doch auf Cygwin zurückgreifen muss. (ofr)

Der Autor

Thomas Drilling ist seit mehr als zehn Jahren hauptberuflich als freier Journalist und Redakteur für Wissenschafts- und IT-Magazine tätig. Er selbst und das Team seines Redaktionsbüros verfassen regelmäßig Beiträge zu den Themen Open Source, Linux, Server, IT-Administration und Mac OSX. Außerdem arbeitet Thomas Drilling als Buchautor und Verleger, berät als IT-Consultant kleine und mittlere Unternehmen und hält Vorträge zu Linux, Open Source und IT-Sicherheit.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

MobaXterm bringt Linux-Feeling auf den Windows-Desktop

Das Tool MobaXterm ist ein portabler X-Server für Windows, der samt mitgelieferter Unix/Posix-Tools in einer einzigen portablen Exe-Datei steckt. MobaXterm bringt damit im Handumdrehen eine Linux-Kommandozeile samt Tools auf den Windows-Desktop. Dieser Beitrag nimmt die kostenlose Version unter die Lupe und demonstriert, was der Admin mit der Software anfangen kann.

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2020