Obwohl Linux als freie Software kostenlos verfügbar ist, setzen viele beim Unternehmenseinsatz auf Enterprise-Distributionen mit Support. Wo die Stärken der ... (mehr)

Fazit

Ubuntu Business Desktop klingt auf dem ersten Blick nach einer interessanten und preiswerten Alternative zu den Enterprise-Versionen von Suse und Red Hat. Updates gibt es bei Canonical allerdings ohnehin kostenlos, bei den LTS-Versionen sogar fünf Jahre lang. Support kann man bei Bedarf dazu kaufen und ist in der Standard-Variante mit 105 US-Dollar im Jahr auf der sicheren Seite. Das gilt aber für alle Ubuntu-Versionen.

Die von Canonical zum Business-Desktop-Remix formulierte Philosophie [4], eine Distribution für den Unternehmenseinsatz zu liefern, ist fundiert. Vorteile für den Anwender sind hierbei die einfache Benutzbarkeit, freie Software, zertifizierte proprietäre Anwendungen und Viren-Freiheit. Alle diese Vorteile könnte eine maßgeschneiderte Ubuntu-Variante liefern, aber so maßgeschneidert ist Business Remix nicht.

Das soll keine Abwertung einer an sich gelungenen Distribution sein, sondern lediglich die Feststellung, dass eine gewöhnliche LTS-Version von Ubuntu denwohl vor allem als Marketing-Instrument konzipiert, das "Business"-Kunden die bei Heimandwendern populäre Ubuntu-Distribution nahe bringen soll. Das aber hat Canonical in Anbetracht seines fairen Support-Agebots eigentlich aber gar nicht nötig. Andererseits böte das Thema einer für den Unternehmens-Einsatz optimierten Desktop-Variante von Ubuntu durchaus noch Potenzial.

So oder so stellt derzeit auch ein reguläres LTS-Ubuntu im Zusammenhang mit dem Advantage-Support-Paket und der Verwaltungs-Software Landscape bereits eine stimmige Lösung für den Einsatz in kleinen Unternehmen dar, nicht nur, wenn auch auf Server-Seite ein Ubuntu-System seinen Dienst verrichtet.

Der Autor

Thomas Drilling ist seit mehr als zehn Jahren hauptberuflich als freier Journalist und Redakteur für Wissenschafts- und IT-Magazine tätig. Er selbst und das Team seines Redaktionsbüros verfassen regelmäßig Beiträge zu den Themen Open Source, Linux, Server, IT-Administration und Mac OS X. Außerdem arbeitet Thomas Drilling als Buchautor und Verleger, berät als IT-Consultant kleine und mittlere Unternehmen und hält Vorträge zu Linux, Open Source und IT-Sicherheit.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

Das Canonical-Werkzeug Landscape wartet Ubuntu-Umgebungen

Große IT-Infrastrukturen manuell zu pflegen, führt fast zwangsläufig zu Fehlern. Canonical bietet mit Landscape ein kostenpflichtiges Werkzeug an, das per Weboberfläche und API Informationen sammelt, grafisch aufbereitet und Wartungsarbeiten erledigt.

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Ausgabe /2021