Seit Jahren erwartet, ist endlich Version 4 des Samba-Servers erschienen, der nun als vollwertige Alternative zu Microsofts Active Directory dienen kann. In der ... (mehr)

Gut gegliedert

Die sinnvolle Zuordnung der Überschriften und die Gliederung der Textes ist – das kann nicht genug betont werden – besonders wichtig. Aus den Überschriften enststeht nicht nur automatisch das Inhaltsverzeichnis, vor den Überschriften wird außerdem auch die Datei in logische Einheiten geteilt. Da die einzelnen XHTML-Dateien nicht größer als 300 KByte sein dürfen, ist die sinnvolle Gliederung des Texts um so wichtiger.

Worttrennungen in ePub-Dateien sind dagegen unerwünscht. Die Trennhilfe kann abgeschaltet bleiben, manuelle Trennungen am Zeilenende womöglich mit einem Minus-Zeichen unterlässt man, weil sich diese Trennungen später zum Teil unweigerlich mitten in einer Zeile befinden und den Leser stören werden. Große Wortabstände vermeidet man besser, indem man später die Definition in der Formatvorlage »p« von Blocksatz (»text-align: justify;« ) auf linksbündig (»text-align: left;« ) ändert.

Diese Hinweise sollen verhindern, dass man bei späteren Schritten intensiv nacharbeiten muss. Sie zeigen aber auch, dass das Schreiben von ePub-Dateien mehr Disziplin erfordert als das saubere Aufbereiten einer Datei für den Druck beziehungsweise die Weitergabe im PDF-Format.

Spätestens wenn der erste für das ePub-Format vorgesehene Text geschrieben oder in Open-/LibreOffice vorbereitet ist, sollte das Plugin Writer2ePub von [2] oder [3] heruntergeladen und mit dem Extensions Manager (Menü »Extras | Extensions Manager« ) installiert werden. Writer2ePub ist gleichermaßen für das alten OpenOffice.org 3.x, für LibreOffice und Apache OpenOffice.org geeignet. Die Erweiterung ist in Basic geschrieben, plattformunabhängig und benötigt auch keine Java-Umgebung. Um sie zu nutzen, muss man nach der Installation die Office-Anwendung neu starten. Es ist dann eine neue Symbolleiste mit drei Symbolen links oben unter dem Dateimenü zu sehen.

Erster Durchlauf

Man sollte zuerst die Metadaten für die ePub-Distribution mit der mittleren der drei Schaltflächen eintragen. Hier sind der Name des Buches und des Autors am wichtigsten. Die linke der drei Schaltflächen (siehe Abbildung 1) legt die ePub-Datei an. Vergisst man vorher die Angabe der Metadaten, ist das nicht schlimm, der Metadatendialog wird dann vor dem Schreiben der ePub-Datei automatisch angezeigt.

Abbildung 1: Der unterste Button des Protokollfensters öffnet die Writer2ePub-Einstellungen.

Jeder Lauf von Writer2ePub gibt ein Protokoll aus. Der oberste Button (der verunglückten Beschriftung »CommandButton« ) schließt das Protokollfenster. Links daneben ist die abgelöste Symbolleiste von Writer2ePub zu sehen, sie enthält oben den Schalter für den Lauf zum Generieren der Datei, darunter den für die Eingabe der Metadaten (Name, Autor und so weiter). Mit dem untersten Schalter wird Writer2ePub konfiguriert (es wird der rechts gezeigte Dialog geöffnet)

Die Erweiterung weist auf einige grobe Fehler wie die Definition zusätzlicher Formatvorlagen hin, außerdem verlangt sie bei einer Datei im falschen Format wie RTF und DOC, das Dokument zuerst im ODT-Format zu speichern. Auch bei einer im Speicher gegenüber der Festplatte veränderten Datei wird man aufgefordert, den Text erst noch einmal zu speichern.

Selbst bei recht sorgfältiger Arbeit ist nicht unbedingt sichergestellt, dass nach dem Writer2ePub-Lauf alles passt. Meist müssen Formate korrigiert und Fehler beim Schreiben der Daten behoben werden.

Ein typischer Fehler von Writer2ePub betrifft die Anzeige von Bildern. Hat man eine eigene Formatvorlage beispielsweise mit dem Namen »Bild« für PDFs definiert, die bei der ePub-Datei ignoriert werden soll, stellt man fest, dass jetzt den Bildern eine in der ePub-Datei unbekannte Stylesheetklasse »sg-1« zugeordnet ist, die entweder erst von Hand angelegt oder aus den XHTML-Dateien entfernt werden muss. Genauso gravierend sind Fehlleistungen des Plugins bei Bildgrößen mit »style="height:1em"« .

Die Anzeige der Bilder stellt grundsätzlich ein Problem dar, das anschließend im ePub-Editor behoben werden muss. Natürlich verhält sich aber jeder Text anders: Es macht einen Unterschied, ob man beispielsweise einen Text von Microsoft Office importiert oder ihn von vornherein mit dem Augenmerk auf den ePub-Export in Writer schreibt.

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019