Mit den Tipps und Workshops im ADMIN-Magazin 03/2013 sichern Administratoren ihre Webserver und Netze gegen Angriffe ab: gegen Abhören sensibler Informationen, ... (mehr)

Icewarp testen und kaufen

Der Hersteller bietet auf Anfrage Testversionen und -Installationen an. Wer keinen kompletten Server installieren will, kann Icewarp auch in der Cloud testen. Beim gehosteten Modell müssen sich Administratoren nicht um den Server kümmern, können aber über die Webschnittstelle den Server verwalten. Der Preis des Icewarp-Servers liegt beim Einsatz von 100 Benutzern mit aktiviertem Viren- und Spamschutz bei etwa 3000 Euro. Unternehmen, die nur 15 Benutzer anbinden und auf den integrierten Spam- und Virenschutz verzichten, müssen etwa 500 Euro ausgeben.

Unternehmen, die sich für die Cloud-Variante entscheiden, müssen bei der Lizenzierung von 100 Anwendern mit Kosten von insgesamt 400 Euro pro Monat rechnen. Der Support bietet eine garantierte Reaktionszeit von 48 Stunden. Auf Wunsch lassen sich gegen Aufpreis auch schnellere Reaktionszeiten vereinbaren. Der Hersteller stellt auch ein eigenes Forum zur Verfügung. Wer Informationen zum Icewarp-Server sucht, wird im Internet aber nicht allzu oft fündig.

Fazit

Der Icewarp Mailserver ist auf jeden Fall ein ernst zu nehmender Konkurrent für Exchange und andere E-Mail-Systeme. Was gefällt, ist die Datenspeicherung in echte Datenbank-Server, der platzsparende Umgang mit Dateianhängen und die Unterstützung gängiger Formate für den Zugriff auf E-Mails und Co. Auch die zahlreichen Protokolle und Funktionen sowie der modulare Aufbau sind nützlich. Der integrierte IM-Server sowie die weiteren Funktionen wie Spam- und Virenschutz sind teilweise besser als in Exchange, aber nicht kostenlos zu haben. Für eine Migration liefert Icewarp eigene Tools mit.

Für kleinere Umgebungen ist der Server durchaus eine Alternative. Im Enterprise-Umfeld kann die Anbindung von Zusatztools an Outlook oder die Verwendung mehrerer Server etwas Probleme bereiten, zum Beispiel wenn der SMTP-Dienst überlastet ist. Wegen der vergleichsweise geringen Verbreitung ist Hilfe bei Problemen im Internet nur schwer zu finden und Administratoren sind bei Problemen auf den Support angewiesen. Wenn dieser erst nach 48 Stunden reagiert, besteht die Gefahr, dass Anwender zwei Tage nicht mit dem Mail-System arbeiten können. Das heißt, vor dem Einsatz sollten Unternehmen zunächst genau testen und nur genau die Funktionen nutzen, die auch notwendig sind.

In jedem Fall ist es eine Überlegung wert, bei der Anschaffung eines neuen E-Mail-Servers den Icewarp Mailserver in die Alternativen mit einzubeziehen. Allerdings ist es aus Sicht des Autors kaum empfehlenswert, eine bestehende Exchange- oder Lotus-Infrastruktur zu migrieren, wenn die Umgebung funktioniert. Einige Unternehmen nutzen Icewarp Mailserver nicht als Haupt-E-Mail-Server, sondern als Gateway zwischen Exchange und dem Internet. So profitieren sie von den Sicherheitsfunktionen und nutzen weiterhin ihr bestehendes E-Mail-System.

Der Autor

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit über 20 Jahren in der IT tätig. Neben seinen Projekten schreibt er praxisnahe Fachbücher und Fachartikel rund um Windows und andere Microsoft-Themen. Online trifft man ihn unter http://thomasjoos.spaces.live.com.

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