Mit den Tipps und Workshops im ADMIN-Magazin 03/2013 sichern Administratoren ihre Webserver und Netze gegen Angriffe ab: gegen Abhören sensibler Informationen, ... (mehr)

Ein Sonderfall: Write Saturation

Der Write-Saturation-Test (auf Deutsch "Schreib-Sättigungstest") zielt nicht auf die Erreichung eines stabilen Zustands ab, sondern benötigt ein Minimum an Daten, die auf das Device geschrieben wurden. Der Test zeigt, wie sich eine SSD beim kontinuierlichen Beschreiben mit zufälligen Zugriffen verhält. In Bezug auf die abgesetzte Datenmenge wird darauf geachtet, dass sie ein Vielfaches der Device-Größe ist.

Der Test arbeitet zwar ebenfalls rundenbasiert, eine Dependent Variable zum Eruieren eines Steady State gibt es jedoch nicht. In jeder Runde schreibt TKperf mit zufälligen Zugriffen von 4 KByte Blockgröße eine Minute lang auf das Device. Dabei protokolliert es, wie viele Bytes in dieser Minute (Runde) auf das Device geschrieben wurden. Die Anzahl an Bytes pro Runde summiert das Tool auf. Das Ende des Tests ist erreicht, wenn diese Anzahl die vierfache Größe des Devices übersteigt. Eine zweite Abbruchbedingung setzt ein zeitliches Limit: Spätestens nach 24 Stunden Laufzeit geht der Test zu Ende. Abbildung 4 veranschaulicht deutlich das Ziel dieses Tests, der die Stabilität der SSD beim längeren Beschreiben mit zufälligen Zugriffen offenlegen soll.

Abbildung 4: Der Write-Saturation-Test offenbart, wie stabil eine SSD ist, wenn sie über einen längeren Zeitraum beschrieben wird. Die Enterprise SSD DC S3700 oben zeigt gegenüber einer Intel SSD der 520er-Serie 240 GB (unten) deutlich ihre Vorteile.

Für Festplatten

TKperf adaptiert das rundenbasierte System für Festplatten. Die Erkennung eines stabilen Zustands eignet sich jedoch für HDDs nicht. Stattdessen berücksichtigt die Software den Unterschied der Performance am Anfang und am Ende einer Festplatte. Da HDDs von außen nach innen beschrieben werden, führen kürzere Zugriffswege des Lese-/Schreibkopfs und die erhöhte Bahngeschwindigkeit zu mehr Performance. Für den Festplattentest unterteilt TKperf daher das Device in 128 gleich große Teile, die es separat testet. Für die Ermittlung des Durchsatzes liest beziehungsweise schreibt es den gesamten Bereich einmal. Bei der Messung der IOPS greift es eine Minute lang zufällig im jeweiligen Abschnitt auf Daten zu. Dieses Verfahren veranschaulicht die Performance-Entwicklung der Festplatte beim Abarbeiten der Sektoren von außen nach innen.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019