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Windows Intune:In der Cloud

Windows Intune [8] ist zwar grundsätzlich keine Inventarisierungslösung, kann aber dennoch einige Daten von Rechnern im Netzwerk aufzeichnen (Abbildung 8). Der Microsoft-Cloud-Dienst Windows Intune hat die Aufgabe, vernetzte Arbeitsstationen zu überwachen und zentral zu verwalten. Dabei arbeitet das Tool auch mit anderen Verwaltungswerkzeugen wie System Center 2012 zusammen.

Abbildung 8: Mit Windows Intune überwachen Unternehmen grundlegende Funktionen angebundener Rechner über die Cloud.

Der Vorteil von Windows Intune ist nicht nur die zentrale Überwachung aller Arbeitsstationen eines Unternehmens. Die Cloud-Lösung kann auch erheblich zur Netzwerksicherheit beitragen, indem sie die Rechner auch auf Sicherheitsgefahren und Virenangriffe hin überwacht. Dazu ist kein Server nötig. Die Lösung ist komplett Cloud-basiert und benötigt nur einen Agenten auf den überwachten Rechnern.

Wichtig bei der Anbindung mobiler Geräte ist auch die Einhaltung von Sicherheitseinstellungen im Betriebssystem. Hier lassen sich mit Windows Intune zentral Richtlinien vorgeben, um zum Beispiel die Kennwortsicherheit zu steuern. Die Übersichtsseite gibt einen schnellen Überblick über den Zustand aller überwachten Geräte und den Sicherheitsstatus der angebundenen Geräte.

Auch die Lizenzierung der installierten Anwendungen kann Windows Intune überwachen. Es lassen sich Volumenlizenzverträge hinterlegen, mit denen der Admin sicherstellen kann, dass die automatisch verteilten Anwendungen auch lizenziert sind. Auf der anderen Seite lassen sich aber keine komplizierten Abfragen erstellen oder ausführlichere Daten aus den PCs auslesen.

Windows Intune kann man einige Zeit vollkommen kostenlos testen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Kauft man das Programm nach der Testphase, muss man pro angebundenem Computer mit etwa 5 Euro pro Monat rechnen.

NetSupport Manager

NetSupport Manager kombiniert die Fernwartung mit der Überwachung und ist in diesem Bereich eine bekannte Lösung. In einem Vorschaufenster zeigt das Tool alle angebundenen Clients als Thumbnails an. Fährt man mit der Maus über ein solches Bild, zeigt NetSupport Manager die wichtigsten Informationen zu dem Client an. Das vermittelt einen schnellen Überblick. Neben allgemeinen Informationen wie Betriebssystem, Computername und angemeldete Benutzer, lässt sich mit einem einzelnen Mausklick auch eine Hard- und Software-Inventur des Systems anfordern. Diese Inventarisierung ersetzt vom Umfang und den Berichtsmöglichkeiten zwar keine vollwertige Inventarisierungslösung, aber es lassen sich um die 80 verschiedenen Informationen zu Hard- und Software abfragen. Die Inventarisierung dient hier eher der Fehlerdiagnose. Dafür sind vor allem die installierten Applikationen, laufenden Prozesse, der Speicherverbrauch der Anwendungen und die installierten Patches interessant.

NetSupport Manager unterstützt neben Windows auch Suse Linux ab Version 9, Red Hat ab Version 9, Red Hat Enterprise und Fedora. Auch Sun Solaris lässt sich mit NetSupport Manager anbinden. Zum Verbindungsaufbau verwendet NetSupport Manager zwar standardmäßig den TCP-Port 5404, doch lässt sich dieser Port im Bedarfsfall auch frei anpassen. Benötigen Unternehmen auch Verbindungen über das Internet, bietet das Tool NetSupport Manager ein spezielles Internet-Gateway an, dass stabile und sichere Verbindungen zwischen Clients ermöglicht, die durch eine Firewall getrennt sind. Diese Verbindungen lassen sich dann auch mit 56-Bit-DES und bis zu 256-Bit-AES verschlüsseln.

Interessierte können das Produkt bis zu 30 Tage kostenlos testen. Danach kostet das Programm pro Installation etwa 180 Euro.

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