Mit Hardware-Beschleunigung und schnellem Netz hilft Desktop-Virtualisierung, Administrationsaufwand und Kosten sparen, ADMIN 04/2013 verrät, wie die ... (mehr)

OCS erweitern und Rechte delegieren

Da OCS Open Source ist, können Entwickler über Schnittstellen die Funktionalitäten noch erweitern. Dazu arbeitet OCS mit i-doit [6] zusammen. i-doit ermöglicht zum Beispiel die Kommunikation mit anderen Netzwerkdiensten wie Nagios. Damit erhält man neben der Inventarisierung noch eine Echtzeitüberwachung der angebundenen Server. Durch die Software-Verteilung lassen sich auch Patches auf den angebundenen Servern installieren. Ein weiterer Vorteil von OCS im Vergleich zu den anderen Lösungen in diesem Beitrag ist das Berechtigungsmodell. Damit kann der Admin festlegen, welche Benutzer Zugriff auf die verschiedenen Funktionen in OCS erhalten sollen. Die Oberfläche blendet dann die Registerkarten aus, auf die der entsprechende Anwender keinen Zugriff haben soll.

Mit Easy Inventory kostenlos inventarisieren

Eher für kleine Unternehmen geeignet ist die nächste Anwendung, die sich die Tester ansahen. Easy Inventory [7] ist eine Freeware, mit der sich bis zu 25 Rechner inventarisieren lassen (Abbildung 7). Wer mehr will, muss die kostenpflichtige Version kaufen. Die kostet einmalig 139 Euro und erlaubt beliebig viele Installationen. Eine Lizenzierung der Clients ist nicht notwendig.

Abbildung 7: Easy Inventory kann nicht viele Daten anzeigen, dafür ist das Tool aber kostenlos.

Ein Agent auf den Client-Maschinen wird nicht benötigt, der Scan-Vorgang ähnelt dem von LOGINventory. Die Datenbank des Tools basiert auf Microsoft Access. Der Anwender muss den Serverpart nicht auf einem vollwertigen Server installieren, sondern kann dafür auch einen normalen Client verwenden. Allerdings macht das nur für denjenigen Sinn, der nur relativ wenige Rechner inventarisieren will.

Easy Inventory unterstützt aktuell nur Windows XP/Vista/7 und Windows Server 2003/2008. Windows Server 2012 und Windows 8 lassen sich nicht nutzen. Der Anwender kann aber zumindest die Daten im Zuge der Inventarisierung auch von neuen Systemen auslesen. Es ist aber zu erwarten, dass die Entwickler bald eine neue Version liefern, die sich dann auch auf Windows 8 und Windows Server 2012 installieren lässt.

Obwohl das Tool eher für kleine Netzwerke entwickelt wurde, kann es auch Daten aus einem Active Directory auslesen. Nach dem Scannen des Netzwerks übernimmt eine grafische Oberfläche die Präsentation der Daten, etwa zum Betriebssystem, zu Patches und Service Packs. Um die Angaben aktuell zu halten, kann der Admin einen Zeitplan konfigurieren, den Easy Transfer benutzt, um das Netzwerk auf neue Rechner oder Änderungen zu durchsuchen.

Umfangreiche Abfragen, wie sie andere Lösungen in diesem Beitrag ermöglichen, kann Easy Inventory nicht bieten. Allerdings generiert auch Easy Inventory Berichte, die man entweder im integrierten Report Viewer anzeigen oder exportieren kann. Damit der Export möglich ist, muss das Produkt aber lizenziert sein.

Grundsätzlich ist Easy Inventory auch für Unternehmen geeignet, die mehrere Niederlassungen betreiben und Daten sammeln. Die Datenbanken lassen sich in der Zentrale zusammenführen. So ist das Datensammeln auch in größeren Netzwerken möglich. Dazu kann der Administrator aus der Zentrale in den Niederlassungen die Datern auch einfach mit einem USB-Stick sammeln, auf dem die Scan-Software installiert ist.

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