Mit Hardware-Beschleunigung und schnellem Netz hilft Desktop-Virtualisierung, Administrationsaufwand und Kosten sparen, ADMIN 04/2013 verrät, wie die ... (mehr)

Richtiges Ausschalten

OpenBSD kennt keinen Poweroff-Befehl, man schaltet es statt dessen mit dem Aufruf »halt -p« aus. Anders als bei einem normalen Halt ohne weitere Parameter wird durch die Zusatzangabe das Betriebssystem nicht nur angehalten, sondern der (virtuelle) PC per ACPI-Anweisung komplett ausgeschaltet.

BSD und KVM

Was dem Linux-User seine Distribution, ist dem BSD-Anhänger sein Betriebssystem, auch wenn es eigentlich nur zwei deutlich unterschiedliche Kernelfamilien gibt, nämlich die von FreeBSD/DragonflyBSD und von NetBSD/OpenBSD. Theoretisch gibt es für alle genannten vier Betriebssysteme VirtIO-Treiber, trotzdem können nur FreeBSD und OpenBSD erfolgreich und dann auch nicht als Desktop-Systeme in der KVM-basierten FOSS-Cloud betrieben werden. NetBSD trappt auch in der Version 6.1-RC2 beim Versuch, es in der KVM-Umgebung zu booten. Für DragonflyBSD sind die VirtIO-Treiber zwar portiert [4], das Betriebssystem trappt aber ebenfalls bereits beim Booten von der Installations-CD.

Das leidige Problem des bei der FOSS-Cloud und auch bei der VirtualBox fehlenden USB-Tablet-Treibers betrifft alle BSD-Betriebssysteme. X.org und BSD harmonieren nur noch eingeschränkt, das Ärgernis der Fixierung der X-Entwickler auf Linux und die Verzahnung der grafischen Oberfläche mit dem Betriebssystemkernel kennt jeder, der ein BSD-Betriebssystem als Desktop betreiben will und das nicht nur virtualisiert.

Infos

  1. Jörg Braun, Der wolkige Desktop, FreeX 05/2012, S. 70
  2. Jörg Braun, XP-Gast in der FOSS-Cloud, FreeX 05/2012, S. 78
  3. Jörg Braun und Rosa Riebl, Hochzeit, FreeBSD und KVM-Virtualisierung: ADMIN 01/2013, S. 124
  4. VirtIO für Dragonfly: https://github.com/arroway/virtio_DragonFlyBSD

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