Mit Hardware-Beschleunigung und schnellem Netz hilft Desktop-Virtualisierung, Administrationsaufwand und Kosten sparen, ADMIN 04/2013 verrät, wie die ... (mehr)

Konfiguration von Host-Card und Zero-Client

Sowohl die Host-Cards als auch die Zero-Clients verfügen über einen eingebauten Webserver, der eine Konfigurationsoberfläche bereitstellt ( Abbildung 3 ). Für den Zugriff auf die Konfigurationsoberfläche müssen Sie natürlich die IP-Adresse des jeweiligen Geräts kennen. Während die IP-Adresse der Workstation-Host-Card während des Discovery-Prozesses am Bildschirm des Zero-Clients angezeigt wird, findet man die IP-Adresse des Zero-Clients über das Menü »Optionen | Konfiguration | Netzwerk« direkt am Login-Bildschirm heraus. Alternativ kann man natürlich auch einen Netzwerk-Scanner bemühen, um die IP-Adressen der PCoIP-Geräte im Netzwerk zu ermitteln. Mit Nmap geht das zum Beispiel schnell und einfach mit der Methode Ping Scan:

Abbildung 3: Die Verwaltung der PCoIP Host-Card und der Zero-Clients erfolgt über eine einfach zu bedienende, webbasierte Oberfläche, über die sich umfangreiche Einstellungen vornehmen lassen.
tom@ws01:~$ nmap -sP 192.168.0.0/24 | grep pcoip
Nmap scan report for pcoip-portal-008064862335(192.168.0.190)
Nmap scan report for pcoip-host-0030040d26fc(192.168.0.195)

Im vorliegenden Fall wurden eine Host-Card ( »pcoip-host« ) und ein Zero-Client ( »pcoip-portal« ) erkannt. Rufen Sie die IP-Adresse nun in einem Webbrowser auf, um auf die Einstellungen der Systeme zuzugreifen. Sie haben dann Zugriff auf alle Konfigurationsparameter und können so zum Beispiel die Netzwerkeinstellungen verändern, die Bandbreitennutzung anpassen oder ein Passwort setzen, um die Konfigurationsoberfläche und die Konfiguration zu schützen. Weiterhin lassen sich hier auch umfangreiche Diagnose-Informationen auslesen, neue Firmware auf die Geräte übertragen oder Restriktionen – zum Beispiel Einschränkungen bei den verwendbaren USB-Devices – einstellen.

Teradici stellt im Download-Bereich der Knowledge-Base Firmware-Updates und optionale Software zur Verfügung. Für den Zugang zur Knowledge-Base ist eine kostenfreie Registrierung erforderlich. Dabei werden erfreulicherweise aber nur wenige persönliche Daten abgefragt.

Prinzipiell besteht zwar keine Notwendigkeit, auf einem Rechner mit eingebauter Teradici Host-Card zusätzliche Software zu installieren. Allerdings bietet die optionale und kostenfreie Host-Software einige Komfortfunktionen ( Abbildung 4 ). So haben Sie über die Host-Software zum Beispiel Zugriff auf die Wake-on-LAN-Parameter der im Host verbauten Netzwerkkarte. Weiterhin lassen sich Remote-Sitzungen dann einfach per Mausklick beenden. Diese Funktion steht sonst nur über den Power-Button am Zero-Client zur Verfügung. Da die Host-Software direkt mit der Host-Card kommuniziert, bietet die Software auch einen komfortablen Zugang zu umfangreichen Statistiken des Hosts.

Abbildung 4: Die optionale Host-Software rüstet auf der Remote-Workstation eine Reihe Komfortfunktionen nach. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise vom Zero-Client aus die Wake-on-LAN-Einstellungen der Netzwerkkarte ändern und der Host nach Abmeldung verriegeln

Automatisch gesperrt

Auch eine automatische Verriegelung (Lock) des Host-PCs nach der Beendigung einer Remote-Workstation-Sitzung ist über die Software möglich. Und wenn Sie PCoIP-Sessions mit Hilfe eines 3rd-Party Connection Brokers wie VMware Horizon View bereitstellen möchten, ist die Host-Software Voraussetzung. Weitere Informationen über die von Teradici unterstützten Connection Broker finden Sie im Kasten "3rd-Party Connection Broker" .

3rd-Party Connection Broker

In größeren VDI-Umgebungen verbinden sich Clients in der Regel nicht mehr direkt mit den entsprechenden virtuellen Maschinen oder Remote-Workstations. Stattdessen kommt hier ein sogenannter Connection Broker zum Einsatz. Er übernimmt das Management der VMs, die Verteilung der Remote-Zugriffe der Anwender auf die entsprechenden Ressourcen und kümmert sich auch um die Lastverteilung. Derzeit unterstützt Teradici mit den Host-Cards bereits die Connection Broker von VMware [3] , Ericom [4] und Leostream [5] .

Mittelfristig soll die Broker-Unterstützung noch auf andere Produkte ausgeweitet und "möglicherweise" sogar ein eigener Teradici-Mini-Broker veröffentlicht werden. Bislang ist das aber noch nicht spruchreif, sodass hier nur spekuliert werden kann.

Kommt VMware Horizon View als Connection Broker zum Einsatz, kann auf Client-Seite der VMware View Software Client eingesetzt werden. In Verbindung mit dem VMware View Security Server funktioniert das dann sogar über das Internet.

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Ausgabe /2022