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Strategiespiele

Im Zentrum des reorganisierten Produkt-Portfolios steht im Bereich Cloud-Datacenter-Virtualisierung die neue vCloud Suite [2], die VMware auf der letztjährigen VMworld in San Francisco präsentiert hat. In der vCloud-Suite fasst VMware ein ganzes Bündel von neuen und alten Management-Tools zusammen. Die Vielfalt irritiert auf den ersten Blick, denn ein solches Innovationstempo ist selbst für den Virtualisierungsmarktführer befremdlich. Schaut man jedoch genauer hin, wird klar, dass viele der neuen Werkzeuge aus Akquisitionen stammen.

Einer der wichtigsten Zukäufe der jüngsten Vergangenheit in puncto Management-Tools ist die Übernahme der Produkte von Ionix von der Mutter EMC im Februar 2010. Nicht weniger wichtig war die Übernahme von Springsource im Herbst 2009, die VMware in den Besitz von "Hyperic" brachte.

Strategisch wichtige Übernahmen neueren Datums sind die Akquisition von Integrien und Tricipher Ende 2010, die VMwares Produkt- und Technologie-Portfolio die selbst lernende Analysefunktionen AliveVM einverleibte. Das kalifornische Unternehmen Integrien entwickelt Echtzeit-Performance-Analyse-Software für Applikationen und Infrastrukturen, die seinerzeit in VMwares vCenter-Manager einflossen.

Erst im Sommer 2012 erfolgte die Übernahme von DynamicOps. Die Firma hat sich auf die Entwicklung von Cloud-Automationslösungen spezialisiert, die die Provisionierung und das Management von IT-Services über heterogene Umgebungen hinweg ermöglichen, wie zum Beispiel VMware-basierte Private-, Public- und (ab jetzt) Hybrid-Clouds, physische Infrastrukturen, multiple Hypervisoren, aber auch Amazon Web Services.

Teilchenzoo

Seit VMware seine Management-Tools in Form der neuen vCloud Suite bündelt, muss sich der Kenner an die eine oder andere neue Bezeichnung gewöhnen. Das Paket enthält die vollständige Produktpalette für das Service Provisioning und das Operations Management und existiert in einer Standard-, Advanced- und Enterprise-Edition, wobei VMware die in den einzelnen Editionen enthaltenen Tools grob in die Bereiche "Cloud-Management" und "Cloud-Infrastructure" unterteilt.

Außer dem "vCenter Site Recovery Manager" für das automatisierte Planen, Testen und Ausführen von Disaster Recoverys enthalten alle vCloud-Suite-Varianten den kompletten auf der vSphere-Virtualisierung basierenden "Cloud-Infrastructure"-Stack mit dem vCloud Director [3] (Abbildung 2) samt vCloud Connector und der vCloud Networking and Security Suite, die unter anderem für die Gewährleistung von Sicherheit und Verfügbarkeit zuständig ist.

Abbildung 2: vCloud Director ist die zentrale Schaltstelle im VMware-Cloud-Stack und macht aus Virtualisierungsressourcen einen Pool beliebig verteilbarer Cloud-Ressourcen.

Die Advanced- und Enterprise-Editionen der vCloud-Suite enthalten zusätzlich die vCenter Operations Management Suite in unterschiedlichen Ausbaustufen, etwa für Monitoring, Performance- und Kapazitäts-Management (Abbildung 3). Der Enterprise-Edition sind darüber hinaus der vCenter Site Recovery Manager, der vFabric Application Director und das vCloud Automation Center vorbehalten. Die Enterprise-Version der vCloud-Suite ergänzt demnach mit dem vFabric Application Director und dem vCloud Automation Center die Standard-Tools der vCloud-Suite für Cloud-Infrastructure- und Operations-Management erstmals durch Werkzeuge für das automatisierte Provisioning.

Abbildung 3: Die Architektur der vCloud-Suite.

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