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Netzwerkkarte

Wie die Netzwerkkarte konfiguriert ist, stellen Sie in der neu anzulegenden »ifconfig.usmsc0« ein. Die Dateiendung ist NetBSD-spezifisch und drückt die Gerätekennung aus, das »eth0« von Linux sucht man bei allen BSD-Systemen vergebens. Das führende »u« der Endung zeigt im Übrigen an, dass die Karte über die USB-Schnittstelle betrieben wird. Dies ist der Grund, warum beim Raspberry Pi kein Betrieb mit einem Gigabit-Ethernet möglich ist.

Befindet sich ein DHCP-Server im Netzwerk, von dem der Raspberry seine IP-Adresse dynamisch erhalten soll, reicht es, wenn in der Datei der Eintrag »dhcp« steht. Bei fester IP-Adresszuweisung wird hinter der Kennung »inet« die IP-Adresse und nach einem »netmask« in der selben Zeile die klassische Maske angegeben. Das sieht beispielsweise so aus (die IP-Adresse und die Maske müssen natürlich angepasst werden):

inet 192.168.0.20 netmask 255.255.255.0

Zusätzliche Angaben, die in der Manpage zu »ifconfig.if« zu finden sind, werden beim Raspberry nicht benötigt. Wollen Sie statt einer statischen IP-Adresse lieber DHCP nutzen, sind die Angaben zum Router und DNS von oben übrigens optional. Das »dhclient« -Skript, das die IP-Adresse anfordert, erzeugt beim Booten automatisch die anderen Dateien.

Startprogramme

Jetzt fehlt noch die zentrale Konfigurationsdatei »/etc/rc.conf« . Hinter der Zeile mit »Add local overrides below« tragen Sie die beim Start des Geräts zu ladenden Dienste ein:

sshd=YES     # SSH-Daemon
ntpd=YES     # Uhrzeit aus
ntpdate=YES  # dem Netz
wscons=YES   # Konsolendefinition

Damit das System mit einer deutschen Tastatur startet, tragen Sie in »/etc/wscons.conf« die Zeile

encoding de.nodead

ein. Andere Tastaturbelegungen werden jeweils durch das Voranstellen eines Gatters ausgeschaltet.

Das war es schon fast. Nur noch die »/root/.profile« verlangt dringend nach einer Anpassung, damit nach dem Start des Raspberrys auch Software aus der Paketverwaltung installiert werden kann. Die Liste muss um die NetBSD-6.1-Pakete ergänzt werden. Die internen Variablen kann man entfernen, wie die ersten beiden Beispiele zeigen (Listing 1). Wichtig ist, dass die Angaben insgesamt zwischen Anführungszeichen stehen.

Listing 1

Paketquellen

 

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