Der ADMIN 05/13 wirft einen Blick auf die frei verfügbaren Cloud-Frameworks von Eucalyptus über OpenNebula bis OpenStack. Gute Aussichten für skalierbare ... (mehr)

Konvertieren

Im Rahmen der Umwandlung wählen Sie das Datenträgerformat aus und können auch zwischen dem Typ der Festplatten, also fester Größe oder dynamisch erweiterbar, wechseln. Das Commandlet »convert-vhd« steht auch zur Verfügung, wenn Sie Hyper-V in Windows 8 installiert haben, also nicht nur in den Server-Betriebssystemen.

Ein Vorteil des Commandlets ist die Fähigkeit, nicht nur VHD-Dateien in VHDX-Dateien umwandeln zu können, sondern auch den umgekehrten Weg zu gehen. Das heißt, Sie können von den Vorteilen des neuen Formats profitieren, aber im Notfall auch wieder zurückkonvertieren, wenn etwa eine virtuelle Festplatte später an ein anderes System gehängt werden muss. Die Syntax ist sehr einfach:

Convert-VHD -Path Pfad zur VHD(X)-Datei -DestinationPath Pfad zur Zieldatei

Außerdem ist es möglich, den Typ der Festplatte zu ändern, zum Beispiel mit:

Convert-VHD -Path Pfad der VHD/VHDX-Datei-DestinationPath Zielpfad und Datei -VHDTypeDifferencing -ParentPath Übergeordnete Festplatte

Ein weiteres Beispiel ist: »Convert-VHD -Path hd1.vhd -DestinationPath hd1.vhdx -VHDType Dynamic« . Alle Optionen des Commandlets finden Sie auf der Seite [2] . Neben der Möglichkeit das Format von Festplatten in der PowerShell umzuwandeln, können Sie auch die Größe von Festplatten in der PowerShell anpassen. Dabei hilft das Commandlet »Resize-VHD« , zum Beispiel:

Resize-VHD -Path c:\vm\owa.vhdx -SizeBytes 1TB

Neben diesen Spezialaufgaben können Sie auch einfach mit »New-VHD« neue Festplatten erstellen und mit »Get-VHD« Informationen zu den Festplatten anzeigen. Virtuelle Festplatten lassen sich in der PowerShell auch direkt mit virtuellen Servern verbinden:

Add-VMHardDiskDrive -VMName VM -Path VHDX-Datei

Natürlich können Sie virtuelle Festplatten auch am Host-System anbinden, zum Beispiel um Daten darauf zu kopieren, und diese erst dann im virtuellen Server einbinden: »mount-vhd VHD-Datei« . Mit dem Commandlet »unmount-vhd« trennen Sie die virtuelle Platte wieder vom System.

Microsoft unterstützt Administratoren mit dem kostenlosen Microsoft Virtual Machine Converter [1] , um virtuelle Server von VMware vSphere zu Hyper-V zu migrieren. Die aktuelle Version wurde von Microsoft bereits für Windows Server 2012 und Hyper-V Server 2012 optimiert, unterstützt aber noch nicht das neue Festplattenformat VHDX von Windows Server 2012. Sie können aber im Hyper-V-Manager oder mit »convert-vhd« die erstellte VHD-Datei in eine VHDX-Festplatte umwandeln. SCVMM 2012 kann mit dem SP1 VHDX-Festplatten von Hyper-V 3.0 und auch VHD-Dateien in das VHDX-Format konvertieren.

Zu Servern hinzufügen

Um einem Server eine neue virtuelle Festplatte auf Basis einer VHDX-Datei hinzuzufügen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im laufenden Betrieb lassen sich virtuelle Festplatten nur an virtuelle SCSI-Controller anbinden. Um einen virtuellen SCSI-Controller einzubauen, müssen Sie aber den virtuellen Server herunterfahren.

Neue Festplatten fügen Sie im Schnelldurchlauf so hinzu: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Server und dann auf »Einstellungen« . Wählen Sie den Controller aus, mit dem die neue virtuelle Festplatte verbunden werden soll. Klicken Sie auf »Festplatte« und dann auf »Hinzufügen« . Aktivieren Sie die Option »Virtuelle Festplatte« und klicken Sie auf »Neu« , um den Assistenten für eine neue Festplatte zu starten.

Bestätigen Sie die Startseite des Assistenten und wählen Sie das Format für die neue Festplatte aus, also VHD (bis 2 TByte) oder VHDX (bis 64 TByte). Bestimmen Sie als Nächstes, ob die Festplatte eine feste Größe hat, dynamisch erweiterbar sein oder auf einer vorhandenen Festplatte aufbauen soll ( »Differenzierung« ).

Im Anschluss legen Sie den Pfad und den Namen fest, unter dem Windows Server 2012 die VHDX-Datei speichern soll. Auf der nächsten Seite bestimmen Sie die Größe der virtuellen Festplatte und können auch den Inhalt einer physischen Festplatte in die virtuelle Festplatte kopieren lassen. Danach erhalten Sie noch eine Zusammenfassung und erstellen mit »Fertigstellen« schließlich die virtuelle Festplatte. Klicken Sie danach im Fenster auf »Anwenden« , damit die virtuelle Festplatte in den virtuellen Server integriert wird.

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