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Intranator Business Server einsetzen

Funktional ist der Intranator Business Server ein Small Business Server im klassischen Sinne der Definition, orientiert sich also im Wesentlichen an den Funktionen von Microsoft Exchange [14] und bietet daher ausschließlich Groupware-Funktionen sowie mithilfe von Zusatzprodukten erweiterte Funktionen für Netzwerk-, Web- und E-Mail-Sicherheit; auf Wunsch sogar eine mehrstufige Firewall.

Im Grunde findet sich im Produktbaukasten von Intra2net alles, was kleine Unternehmen im Zusammenhang mit Internet, Intranet und Kollaboration benötigen. Einen Fileserver gibt es nicht, weil Intra2net auf dem Standpunkt steht, dass gerade in kleinen Unternehmen durchgängig NAS-Geräte Verwendung finden und in puncto Fileservices die Herausforderung ohnehin eher in einer tragfähigen Backup-Lösung liegt, als im Bereitstellen von Samba-Freigaben.

Der IBS enthält dafür eine komplett selbstentwickelte Groupware-Lösung auf Basis des Horde-Frameworks (Horde, Turba, Nag, Mnemo und Kronolith mit Speicher-Backend für das Kolab-XML-Format). Als optionales Zusatz-Produkt ist passend zur Groupware ein ebenfalls ohne Hilfe von VipCom oder anderen OpenMAPI-Spezialisten entwickelter Intranator-Groupware-Client für Outlook, aktuell in der Version 2.1.2 verfügbar, der sich im Test als sehr stabil erwiesen hat und sich funktional nicht hinter Outlook/Exchange verstecken muss. Einschränkungen gegenüber einem echten Gespann Exchange/Outlook gibt es nur wenige [15], wie etwa die fehlende Journal-Funktion oder das nicht mögliche Einbinden von Fotos in Kontakten.

Admins müssen allerdings berücksichtigen, dass beim Anlegen eines neuen Outlook-Profils im Gegensatz zu Zarafa oder Exchange nicht der Verbindungstyp »MS Exchange« oder »Zusätzliche Servertypen« zum Einsatz kommt, sondern schlicht »IMAP« , wobei der Intranator Business Server als IMAP-Server eingetragen wird. Das liegt daran, dass beim verwendeten Horde-Framework der IMAP-Server als Speicher-Backend für sämtliche Groupware-Daten fungiert, während MAPI-Lösungen wie Zarafa und Exchange ein Datenbank-basiertes Backend bevorzugen. Der Horde-Client hinkt aktuellen HTML5-Web-Clients von Zarafa oder OX ist in Sachen Optik und Usability sichtbar hinterher, ist aber immer noch einer der funktionsreichsten Web-Clients (Abbildung 6). Intra2net unterstützt übrigens das Horde-Entwicklerteam personell und finanziell.

Intranator Groupware-Client

Der Komfortgewinn beim Verwenden des Outlook-Clients gegenüber dem Web-Client ist dennoch immens, sofern Anwender Outlook an einem Windows-Arbeitsplatz nutzen, was bei KMUs der Normalfall sein sollte. So können Mitarbeiter beispielsweise individuelle Ordnerstrukturen, wie etwa ihre lokale Ordnerstruktur aus beliebigen Server-Ordnern zusammenstellen. Das funktioniert sowohl mit eigenen Ordnern als auch mit Freigaben. Ferner unterstützt der Groupware-Client alle relevanten Outlook-Versionen von 2003 bis 2013. Groupware-Daten lassen sich sogar im Mischbetrieb mit unterschiedlichen Versionen problemlos lesen und schreiben. Außerdem lassen sich Ordner gezielt nur lokal speichern. Die Synchronisation ist dann optional.

Die Daten-Synchronisation via Outlook-Client ist zudem robuster, weil die Daten nicht erst per POP3 geholt, sondern direkt per IMAP ohne eine Queue synchronisiert werden. Eine Synchronisation aus dem Outlook-Client lässt sich jederzeit unterbrechen und wird automatisch an der richtigen Stelle fortgesetzt, was für die Erstanbindung von externen Standorten und Mitarbeitern interessant ist. Dabei synchronisiert die Lösung die jeweils neuesten Objekte stets zuerst. So kann der Nutzer bereits mit den aktuellen Daten arbeiten, während ältere Daten noch im Hintergrund synchronisiert werden. Eine Übersicht sämtlicher vom Groupware-Client unterstützter MAPI-Funktionen findet sich auf der Webseite [16] von Intra2net.

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Ausgabe /2019