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Synchronisation inklusive

Darüber hinaus unterstützt Filr das Synchronisieren heruntergeladener Dateien. Das System unterscheidet dabei zwischen der Synchronisation mit dem Filr-Server nach einem festgelegten Zeitplan und die sogenannte Just-In-Time-Synchronisierung. Die zugehörige Option findet sich zum Beispiel bei Android in den Einstellungen der App im Abschnitt »Downloads synchronisieren« . Mit der Option »Nur WLAN« erfolgt ein Synchronisieren nur bei einer aktiven WLAN-Verbindung. Ist die Option deaktiviert, synchronisiert die App, sobald eine WLAN-Verbindung oder eine direkte Verbindung über den Netzbetreiber zur Verfügung steht. Mit der Einstellungen »Jetzt synchronisieren« werden Dateien unabhängig von der Option »Nur WLAN« sofort synchronisiert.

Die Filr-App fragt zudem beim Schließen der Anwendung, ob die Änderungen direkt hochgeladen werden sollen, wozu der Anwender auf »Heraufladen« tippt. Zum Hochladen einer neuen Datei muss der Nutzer auf »Freigeben« tippen und anschließend auf das Filr-Symbol. Die Filr-App startet dann automatisch und zeigt das Dialogfeld »Datei heraufladen« an.

Fazit

Filr erledigt aus Nutzersicht, was man von dem Dienst erwartet. Die Bedienung erschließt sich weitgehend intuitiv. Dabei erweist sich Filr 1.0 bereits als sehr stabil und etwa im Vergleich zu Dropbox erstaunlich performant. Dazu muss der Admin aber die Mindest-Hardware-Anforderungen beachten, denn Lucene, Datenbank und Filr-Engine fordern ihren Tribut. Unter 12 GByte Arbeitsspeicher braucht man auch in einem Single-Setup gar nicht erst anzufangen.

Die Mobile-App lässt leider noch einige Funktionen vermissen, ebenso wie innovative Ideen oder einen Wow-Effekt in puncto Offline-Fähigkeiten. Der Workaround »Herunterladen-Bearbeiten-Hochladen« funktioniert zwar tadellos (sofern auf dem Smartphone eine passende Anwendung existiert), andere Hersteller machen sich in diesem Punkt aber mehr Gedanken. Letztlich ist das auch eine Folge der Filr-Philosophie der zentralen Datenablage. Da die Filr-Entwickler danach streben, die Datenhoheit zu behalten, soll das direkte Bearbeiten nur lokal am Mobile-Client möglich sein. Ein Online-Bearbeiten, etwa in einer gehosteten Office-Lösung, würde ja das Weiterleiten an einen Cloud-Speicherdienst bedingen, selbst wenn es sich nur um einen »Edit Cache« handelte.

Auf Server-Seite überzeugt Filr mit einer durchdachten und auf Skalierbarkeit ausgelegten Enterprise-Architektur auf Basis von Suse Linux Enterprise. Das zeigt, wen Novell als Zielgruppe im Visier hat. Das gilt auch für die Möglichkeit, Web-Client und Mobile-App mit einem eigenen Unternehmens-Branding versehen zu können.

Hauptkonkurrent OwnCloud [9] ist dagegen mit seinem Plugin-Interface durch externe Apps erweiterbar. So lassen sich mit der jüngst erschienenen Version 5 externe Speicher wie Dropbox, Swift, Google Docs, Amazon S3 oder WebDAV mit internen oder externen OwnCloud-Servern zu einer hybriden Cloud zusammenfassen. OwnCloud existiert sowohl in einer Community- als auch Enterprise-Version sowie in diversen gehosteten Varianten. Dank des inzwischen recht großen Partner-Netzwerks gibt es sogar eine fertig benutzbare App für Univentions Corporate Server [10]. Mit dem mittlerweile riesigen Funktionsumfang verliert die Software im Gegensatz zu Filr aber an Kontur.

Novell konzentriert sich mit der Philosophie von Filr ganz auf die Private Cloud beziehungsweise ausschließlich aufs Filesharing, denn die Kern-Philosophie besteht darin, einen oder mehrere Datei-Server in Unternehmen für heterogene und mobile Clients zugänglich zu machen. Darüber hinaus ist die Konsolidierung und Synchronisation von Dateien die Basis von Zusammenarbeitsfunktionen. Eine Versionierung wie bei einem Content Management System gibt es nicht, weil Filr keine Daten in eine Datenbank dupliziert, sondern auf Storage-Seite auf Dateisystemebene arbeitet und Dateisysteme normalerweise keine Versionsinformationen unterstützen.

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