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Fazit: Gelungen

OpenStack wird langsam erwachsen, die Havana-Release stellt das ganz eindrücklich unter Beweis. Denn obwohl es diesmal deutlich mehr tief in das System eingreifende Veränderungen gibt, wirkt Havana anfangs nicht annähernd so zerbrechlich wie es Folsom seinerzeit tat. Und einige der Neuerungen in Havana sind wirklich cool: Endlich schweigt OpenStack das Thema Metering nicht mehr tot, sondern stellt in Form von Ceilometer ein mächtiges Werkzeug für diese Aufgabe zur Verfügung. Heat wirkt momentan wie ein nettes Gimmick, wird sich im Alltag der Cloud-Admins aber als sehr nützliches Werkzeug herausstellen. Gleiches gilt für die massiven Änderungen, die Neutron – vormals Quantum – durchlaufen hat. Am Ende des eingeschlagenen Weges könnte die Möglichkeit stehen, unterschiedliche SDN-Technologien wie Open vSwitch und Cloudbases Windows-Portierung von Neutron in der gleichen Cloud zu hosten (Abbildung 5), ohne dass Außenstehende einen Unterschied merken. Die Plugins für Firewall, Loadbalancer und VPN-as-a-Service sind eine überaus nützliche Funktionserweiterung und füllen eine Lücke.

Abbildung 5: OpenStack & Windows ist ein wichtiges Thema. Cloudbase ist im Moment quasi die Triebfeder dafür – auch in Havana gibt es viele wichtige Verbesserungen.

Insgesamt vermag Havana also durchaus zu begeistern, sodass jeder Cloud-Admin gut daran tut, sich bereits vorab mittels einer Installation im Staging-System über eventuelle Migrationspfade zu informieren. Denn wer um die Havana-Features weiß, wird sie kaum langfristig missen wollen.

Der Autor

Martin Gerhard Loschwitz arbeitet als Principal Consultant bei hastexo. Er beschäftigt sich dort intensiv mit den Themen HA, Distributed Storage und OpenStack. In seiner Freizeit pflegt er Pacemaker für Debian.

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