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Bessere Hochverfügbarkeit für Anwendungen

Auch eine Verbesserung im Bereich der Hochverfügbarkeit liefert VMware mit vSphere 5.5 mit. Die neue Funktion »App HA« , die nur der Enterprise-Plus-Edition von vSphere beiliegt, gewährleistet die Hochverfügbarkeit virtueller Anwendungen, die auf verschiedenen virtuellen Servern verteilt laufen. Schon frühere vSphere-Versionen reagierten auf den Ausfall von einzelnen Servern mithilfe von VMware High Availability. Sobald ein Virtualisierungs-Host im Netzwerk ausfällt, und damit die darauf laufenden virtuellen Maschinen, erkennt vCenter diesen Ausfall und startet die entsprechenden Gastsysteme ersatzweise auf einem anderen Host im Netzwerk.

Das System erkennt auch Abstürze virtueller Server und startet diese bei entsprechender Konfiguration automatisch neu. Allerdings schlägt auch die neue Version in puncto Ausfallsicherheit fehl, wenn eine virtuelle Maschine mehrere vCPUs einsetzt.

Mit App HA für die Hochverfügbarkeit für Anwendungen geht es nun noch einen Schritt weiter. Das System überwacht nicht nur die Verfügbarkeit der virtuellen Server, sondern mithilfe von VMware Hyperic auch direkt auf den virtuellen Servern laufende Prozesse. Damit erkennt ein Agent im virtuellen Server Prozessausfälle und reagiert gemäß der vom Administrator definierten Vorgaben.

Im Fall eines Problems vermeidet das System zunächst, die ganze virtuelle Maschine auf einen anderen Host zu transferieren oder neu zu starten, denn diese im Fall großer Gastsysteme aufwendigen Vorgänge kosten Zeit und Bandbreite und bergen somit wiederum die Gefahr neuerlicher Probleme. Stattdessen startet App HA einzelne ausgefallene Dienste direkt in den virtuellen Servern neu. Erst wenn diese Maßnahme scheitert, greift es auf weiterführende Maßnahmen zurück, von der automatischen Benachrichtigung an den Admin bis zum Neustart und dem Verschieben auf einen anderen Host-Rechner. App HA konkurriert also mit Microsofts System Center Operations Manager, allerdings bleibt die Auswahl der zu überwachenden Anwendungen geringer.

Fazit

In der Summe zeigt sich die neue vSphere-Version als ambitionierte Aktualisierung, die sowohl Anpassungen an die von aktuellen Windows-Server-Versionen bereitgestellten Funktionen als auch neue Features mitbringt. Leider halten diese noch nicht immer, was sie versprechen, weshalb sich etwa beim geplanten Einsatz sehr großer Festplatten eine genaue Prüfung empfiehlt, ob alle gewünschten Funktionen mitspielen.

vSphere-Varianten und -Preise

Bei der Preisgestaltung unterteilt VMware die verschiedenen vSphere-Varianten zunächst in fünf Kategorien. Darin enthalten sind die Editions genannten Ausgaben-Lizenzen für je einen Prozessor, während es sich bei den sogenannten Kits um Pakete handelt, die sechs CPUs abdecken. Die Grundkonfigurationen unterscheiden sich in ihrer Ausstattung und sind auf unterschiedliche Anwendungsszenarien zugeschnitten. Die Produktvergleichsseite [3] gibt einen vollständigen Überblick über die enthaltenen Features, [4] über die genauen Preise. Sie liegen zwischen 445 Euro für das grundlegende Essentials Kit in der Standard-Variante und 25  500 Euro für vSphere mit dem Operations Management Enterprise Plus Acceleration Kit.

Neben den Lizenzgebühren verpflichten die meisten vSphere-Pakete zum Kauf von mindestens einjährigem "Subscription and Support" (SnS). Diesen gibt es wiederum in einer Basic-Variante, der unter der Woche täglich zwölf Stunden bereitsteht, sowie als Production-Paket, das rund um die Uhr Unterstützung verspricht. Für das Essentials Kit gibt es darüber hinaus Support auf Einzellfallbasis. Daneben hängen die SnS-Preise wiederum von der zugrunde liegenden vSphere-Lizenz ab und bewegen sich zwischen 58 Euro pro Jahr beim Essentials Kit mit Basic-SnS und etwa 8300 Euro bei der vSphere-Luxusvariante mit Production-Support.

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Ausgabe /2019