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Migration hausgemacht

Auf ähnlichem Weg kann man übrigens eine Art VM-Migration nach Hausmacherart bewerkstelligen. Dazu konvertiert man auf dem Ursprungs-Host das Image der VM ins RAW-Format, falls es nicht ohnehin schon so gespeichert ist. Das funktioniert unter Linux beispielsweise mit »qemu-img convert« . Dann kopiert man das RAW-Image auf den SmartOS-Host, auf dem man wie beschrieben eine neue VM mit passender Disk-Größe erstellt. Als letzten Schritt kopiert man die Daten mit »dd« oder »cat« direkt in das ZFS-Raw-Device:

dd if=centos.img of=/dev/zvol/rdsk/zones/UUID

Diese Methode sei hier ohne Gewähr beschrieben und nur experimentierfreudigen Naturen empfohlen.

Professionell

Wie bisher beschrieben eignet sich SmartOS bestens für den Test von Systemen in virtuellen Maschinen. Wer damit eine Cloud aufbauen oder SmartOS anderweitig professionell einsetzen möchte, kommt mit der manuellen Administration nicht weit. Zur Automatisierung empfiehlt sich Software für Provisioning und Konfigurationsmanagement. Die Methode, SmartOS über PXE zu booten, wurde bereits erwähnt. Eine ausführliche Anleitung dazu ist unter [4] zu finden. Zum Konfigurationsmanagement bieten sich Programme wie Puppet oder Cfengine an. Am besten wird allerdings Chef [5] unterstützt, für das Joyent selbst diverse Cookbooks anbietet [6]. Eher experimentell, aber auch mal einen Blick wert, ist das Projekt FIFO, das eine webbasierte GUI für das Management virtueller Maschinen auf SmartOS implementiert [7].

Zur Installation von Chef stehen drei Wege offen. Der Omnibus-Installer von Chef/Opscode, der aber noch als experimentell gilt, der sogenannte Fat Client von Joyent oder die manuelle Installation mit PKG-SRC. Auch für das Monitoring gibt es ein paar Optionen, etwa ein Nagios Remote Plugin Executor (NRPE) für die Global Zone. Joyent selbst verwendet für das Monitoring aber Zabbix [9].

Obwohl SmartOS prinzipiell auf unterschiedlicher Server-Hardware läuft, sollte man sich beim produktiven Einsatz auch hierbei am besten an den Tipps von Joyent orientieren. Sie empfehlen zum Beispiel für Storage SAS-Anbindung statt SATA. Auch eine ausreichende Menge Speicher ist kein Fehler. Mehr Details dazu sind in einem Post von Joyent-Mitarbeiter Keith Wesolowski zu finden [8].

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Ausgabe /2019