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Der Name Ceph

Wer die Release-Notes der letzten Ceph-Versionen liest, stolpert über viele vermeintlich neue Begriffe: »Ceph Block Device« , »Ceph Gateway« sowie »Ceph Storage Cluster« . Vermeintlich neu sind die Begriffe, weil die sich hinter ihnen verbergenden Komponenten eigentlich alte Bekannte sind: Was nun als »Ceph Gateway« firmiert, war vorher das »RADOS Gateway« und das »Ceph Block Device« war einmal das »RADOS Block Device« .

Das Umtaufen hat offensichtlich System, und Inktank verfolgt auf diese Weise das Ziel, Ceph als Eigennamen zu etablieren. Ursprünglich war »Ceph« ja lediglich der Name für das Dateisystem, das im Hintergrund auf den eigentlichen Objectstore zugreift. Als Sage Weil & Co. aufging, dass sich der Objectstore selbst auch für andere Funktionen als ein Dateisystem nutzen ließe, war das zumindest namenstechnisch ein Problem, denn der Name »Ceph« war eben für das Dateisystem vergeben und in Szenekreisen bereits einigermaßen verbreitet. Dass die Entwickler nun den Versuch unternehmen, den alten Namen »RADOS« loszuwerden und stattdessen die positiven Konnotationen von »Ceph« auf die gesamte Lösung übertragen möchten, erscheint durchaus konsequent – ungewohnt ist es trotzdem. Über die Lösung für ein Namensproblem brütet Inktank zudem bis jetzt: Das Dateisystem, das vorher nur »Ceph« hieß, heißt mittlerweile offiziell »CephFS« – weil das Modul als »Ceph« aber bereits im Kernel ist, wird eine Änderung des Namens hier nochmal deutlich schwieriger. Wie das Thema ausgeht, war bei Redaktionsschluss noch nicht absehbar.

Site-Replikation

Auch bei den einzelnen Ceph-Komponenten selbst tut sich einiges. Eine neue Funktion, die viele Ceph-Benutzer sehnsüchtig erwartet haben, hat zunächst das Ceph-Gateway spendiert bekommen, also die ReSTful-API für den Objectstore: Ab Version 0.67, also Dumpling, beherrscht jenes nämlich die Möglichkeit, einzelne Sites zu definieren. Zwischen diesen Sites kümmert sich das Ceph-Gateway dann um die Replikation.

Einen tatsächlichen praktischen Nutzen hat das Feature der Site-Einteilung in Dumpling allerdings noch nicht – dieser gesellte sich im Emperor-Release hinzu: Zusammen mit Emperor erblickte nämlich der »radosgw-agent« das Licht der Welt – spannenderweise wieder mit altem Namen. Der Agent nutzt die Einteilung in Sites und verwendet sie, um eine asynchrone Replikation zwischen mehreren Standorten zu etablieren. Zusammen schaffen also die beiden Features tatsächlich die Möglichkeit, mit Ceph über die Grenzen von einem einzelnen Rechenzentrum hinweg sinnvoll zu replizieren – eine Funktion, die sich einige Ceph-Anwender lange Zeit sehnlichst gewünscht haben. Bisher war es mit Ceph lediglich möglich, im Rahmen der CRUSH-Map die Server in zwei Rechenzentren entsprechenden Gruppen zuzuweisen. Weil Ceph per se aber nur die synchrone Replikation beherrscht, hat diese Art der Einteilung de facto keinen Unterschied gemacht.

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Ausgabe /2019