ADMIN 03/14 stellt Erste-Hilfe-Tipps zu Windows-Rettung, Backup und Recovery bei Datenbanken vor und verrät wie man Linux-Systeme vollständig sichert und ... (mehr)

Bare-Metal-Restore auf neuer Hardware

Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2012/2012 R2 unterstützen die Wiederherstellung einer Systemsicherung auch auf anderer Hardware. Sie können im Assistenten auswählen, auf Basis welcher Sicherung Sie den Server wiederherstellen wollen. Wichtig ist dazu, dass Sie die Bare-Metal-Restore-Möglichkeit bei der Sicherung ausgewählt haben (Abbildung 5).

Abbildung 5: Im Assistenten zur Wiederherstellung wählen Sie den Sicherungssatz aus, auf dessen Basis die Sicherung den Server wiederherstellen soll.

Über »Datenträger ausschließen« wählen Sie die Datenträger aus, die nicht wiederhergestellt werden sollen, weil diese zum Beispiel Daten enthalten, aber keine Betriebssystemdateien. Mit »Treiber installieren« lassen sich wichtige Treiber integrieren, die für die Wiederherstellung benötigt werden. In den Optionen unter »Erweitert« legen Sie fest, dass der Server automatisch nach der Wiederherstellung neu starten und Datenträger auf Defekte überprüfen soll.

Active Directory sichern und wiederherstellen

Die Sicherung von Active Directory erfolgt zusammen mit der Sicherung von anderen wichtigen Systemkomponenten eines Servers. Bei dieser Sicherung, die auch durch das Windows-eigene Datensicherungsprogramm durchgeführt werden kann, werden alle Daten, die Active Directory benötigt, ebenfalls gesichert. Aktivieren Sie bei der Sicherung die Optionen »Systemstatus« und »System-reserviert« , damit notwendige Daten zur Wiederherstellung von Active Directory mitgesichert werden. Auch die Bare-Metal-Daten sollten Sie sichern lassen. Um eine Wiederherstellung durchzuführen, starten Sie zunächst den Domänencontroller neu und drücken direkt nach dem Start die Taste [F8], bis das Bootmenü erscheint. Achten Sie aber darauf, dass sich die Datei, welche die Datensicherung enthält, lokal auf dem Server befindet, da sie zur Wiederherstellung benötigt wird.

Wählen Sie in den Bootoptionen den Menüpunkt »Verzeichnisdienstwiederherstellung« aus; anschließend startet Windows. Melden Sie sich bei der Anmeldung mit dem Kennwort des Verzeichnisdienstwiederherstellungsmodus an. Nachdem Sie sich angemeldet haben, können Sie die Wiederherstellung durchführen. Es ist auch möglich, den Verzeichnisdienstwiederherstellungsmodus über eine RDP-Sitzung oder mit einem Befehl an der lokalen Konsole in der Befehlszeile zu aktivieren.

Soll ein Domänencontroller beim nächsten Mal mit dem Verzeichnisdienstwiederstellungsmodus gestartet werden, geben Sie den Befehl »bcdedit /set safeboot dsrepair« ein. Befindet sich der Server im Verzeichnisdienstwiederherstellungsmodus, startet er mit dem Befehl »bcdedit /deletevalue safeboot« beim nächsten Mal wieder normal. So ersparen Sie sich das Drücken der Taste [F8], wenn Sie sich zum Beispiel nicht direkt an der Konsole befinden. Mit dem Befehl »shutdown t 0 -r« wird der Server dann im konfigurierten Modus neu gestartet. Das Betriebssystem muss in der gleichen Version wie vor dem Ausfall installiert sein.

Der Weg, einen Domänencontroller einfach neu in die Domäne aufzunehmen, statt eine Datensicherung zu verwenden, ist oft schneller und sauberer. Bereinigen Sie aber vor der erneuten Aufnahme in eine Domäne unbedingt die Metadaten von Active Directory, damit sichergestellt ist, dass keine veralteten Daten in Active Directory die erneute Heraufstufung des Domänencontrollers verhindern.

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Ausgabe /2019