ADMIN 03/14 stellt Erste-Hilfe-Tipps zu Windows-Rettung, Backup und Recovery bei Datenbanken vor und verrät wie man Linux-Systeme vollständig sichert und ... (mehr)

Maßgeschneidert

Bei Linux-Distributionen ohne eingebaute LIS-Unterstützung beginnt die Installation mit dem Download der LSI-ISO-Datei von [1], »LinuxICv34.iso« für die derzeit aktuelle Version 3.4. Sie enthält RPM-Pakete und Shell-Skripte für die Installation. Zudem aktualisiert sie auf Red Hat Enterprise Linux und CentOS in den Versionen 5.7, 5.8 und 6.0 bis einschließlich 6.3 bestehende LIS-Installationen.

Nun hängt man die ISO-Datei als CD in die gewünschte virtuelle Maschine ein. Darin manövriert man ins zur Distribution passende Verzeichnis, etwa »RHEL57« für Red Hat Enterprise Linux oder CentOS 5.7. Die dort vorliegenden Shell-Skripte »install.sh« beziehungsweise »install-rhel-57.sh« und »-58.sh« für RHEL und CentOS 5.7 und 5.8 starten die Installation. Nach  einem anschließenden Neustart helfen wieder die Kommandos »lsmod« und »modinfo« , den Erfolg zu überprüfen.

Das Skript »Upgrade.sh« aktualisiert bestehende LIS-Installationen. Es liegt in den Verzeichnissen »RHEL6012« und »RHEL63« für Installationen von Red Hat Enterprise Linux oder Centos 6.0 bis 6.2 beziehungsweise 6.3 vor.

Die Deinstallation der Linux Integration Services erfolgt durch das Entfernen der »hyper-v« -Pakete, etwa mit »rpm -e kmod-microsoft-hyper-v-3.4-1 microsoft-hyper-v-3.4« , wobei die Paketnamen mit der LIS-Version variieren können; Debian-basierte Distributionen verwenden statt »rpm« wie gewohnt »apt-get« .

Fehler und Einschränkungen

Einigen Einschränkungen unterliegen Linux-Systeme auf Microsofts Hyper-V-Hosts nach wie vor:

  • Eine VHDX-Datei mit Ext3 zu formatieren, funktioniert nur bis zu einer bestimmten Blockgröße zuverlässig. Als Lösung reduziert man die Blockgröße der virtuellen Festplatten auf ein MByte oder weniger oder verwendet das Ext4-Dateisystem.
  • Ältere Linux-Varianten, etwa Red Hat Enterprise Linux bis Version 6.0, unterstützen nur Festplatten mit einer Sektorengröße bis zu 2048 Byte. Mit diesen funktionieren die ab Windows Server 2012 verfügbaren Platten mit einer Blockgröße von 4096 Byte nicht.
  • Virtuelle Maschinen mit Ubuntu 12.04 funktionieren nicht immer problemlos mit einem herkömmlichen Netzwerkadapter. Die Verwendung virtueller Hyper-V-Netzwerkadapter löst dieses Problem.
  • Damit alle virtuellen Laufwerke in einem Gastsystem sichtbar sind, müssen die Bezeichner von SCSI-Laufwerken mit » « beginnen.
  • Um einen Fehler im Linux-Kernel zu umgehen, setzt man bei der Verwendung von mehr als sieben virtuellen Prozessoren die Option »numa=off« in der Konfigurationsdatei »boot.cfg« des Grub-Bootloaders im Gastsystem. Dieselbe Option ist auch beim Einsatz von mehr als 30 GByte Arbeitsspeicher notwendig.
  • Entfernt man die Linux Integration Services von einer virtuellen Maschine mit mehr als einem virtuellen Prozessor, funktioniert das Herunterfahren dieser Maschine erst nach dem Deaktivieren des »irqbalance« -Dienstes wieder.
  • Den LIS-RPM-Paketen fehlt eine digitale Signatur: Wer sie unter Red Hat Enterprise Linux mit »rpm -K« überprüft, erhält die Meldung KEYS ARE NOT OK.
  • Der Dienst SCVMM 2008 stürzt in virtuellen Maschinen mit LIS-Komponenten v3.1 für Hyper-V ab. Behoben wird dies durch das Abschalten des KVP-Daemons im Linux-Gastsystem.

Infos

  1. Download Linux Integration Services 3.4: http://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=34603

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