OCS-Informationen in die Überwachung mit OpenNMS integrieren

Kheng Ho Toh, 123RF

Automatisch überwacht

,
Wer große IT-Umgebungen effizient verwalten will, muss automatisieren. Das bedingt oft die Integration verschiedener Komponenten über Anwendungsgrenzen hinweg. Dieser Beitrag beschreibt, wie sich Informationen aus dem Hard- und Software-Inventar von OCS in das Netzwerk-Monitoring mit OpenNMS automatisch überführen lassen.
ADMIN 03/14 stellt Erste-Hilfe-Tipps zu Windows-Rettung, Backup und Recovery bei Datenbanken vor und verrät wie man Linux-Systeme vollständig sichert und ... (mehr)

Zunächst lohnt ein kurzer Blick auf die an dieser Lösung beteiligten Komponenten OCS und OpenNMS. Wofür sind sie gut und woher kommen sie?

OCS

Mit OCS Inventory NG (OCS) steht Netzwerk- und System-Administratoren eine Anwendung zur Hard- und Software-Inventarisierung zur Verfügung, die ein französisches Team unter der GPL 2 in Perl und PHP entwickelt. Hinter den Entwicklern steht das Unternehmen FactorFX, das kommerziellen Support und Training anbietet.

OCS bedient sich bei der Inventarisierung eines Software-Agenten, der für Linux, Unix, Windows, OS X sowie für Android-Betriebssysteme verfügbar ist. Für Netzwerkkomponenten steht ein SNMP-basierter Discovery-Mechanismus zur Verfügung. Der Agent sammelt Informationen über:

  • logische Laufwerke und Partitionen,
  • detaillierte Informationen vom Betriebssystem,
  • installierte Programme,
  • angeschlossene Monitore.

Die gesammelten Daten speichert eine MySQL-Datenbank. Die Systeme lassen sich im Inventar kategorisieren und damit organisieren. Ein SOAP-Web-Service macht die OCS-Inventardaten für andere Anwendungen verfügbar.

OpenNMS

Die Netzwerk-Management-Plattform OpenNMS entwickelt überwiegend ein amerikanisch-europäisches Team unter der GPL v3+ in Java. Im Projekt gibt es keine Unterscheidung zwischen freier Community- und proprietärer Enterprise-Version. Das Unternehmen The OpenNMS Group Inc. bietet kommerzielles Training, Support und Entwicklung an.

Der Schwerpunkt der Anwendung liegt beim Fehler- und Performance-Monitoring. Als Plattform steht ein umfangreiches Provisionierungssystem zur Verfügung. Es kann unterschiedliche externe Datenquellen einbinden. Diese Aufgaben übernimmt in OpenNMS der Prozess »provisiond« . So lassen sich beispielsweise DNS-Zonen und virtuelle Maschinen aus VMwares vCenter [1] automatisch in das Monitoring überführen und synchronisieren.

Die Daten gelangen in einem XML-Format mittels HTTP zu OpenNMS. Die Zuweisung von Monitoren etwa für HTTP, SMTP, IMAP und JDBC ist auf mehreren Wegen möglich. Entweder erkennen Service-Detektoren diese Dienste automatisch oder sie lassen sich manuell zuweisen. Eine Mischung aus beiden Varianten ist ebenfalls möglich. Um Systeme automatisch zu kategorisieren oder um festzulegen, von welchen Netzwerkschnittstellen Leistungsdaten zu erfassen sind, lassen sich Richtlinien (Policies) nutzen. Damit ein Einsatz in größeren Umgebungen möglich ist, wurde OpenNMS auf einer ereignisbasierten Architektur aufgebaut.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019