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NetXMS unter Windows

Da Monitoring-Systeme selbst keine unternehmenskritischen Funktionen übernehmen und damit eher nicht zu den primären Zielen von Angreifern gehören, können Sie NetXMS auch auf einem Windows-System ausführen. Dazu laden Sie sich aus dem Download-Bereich der NetXMS-Website das Installationspaket netxms-1.2.14.exe herunter. Die 64-Bit-Variante besitzt den Zusatz “x64”.

Führen Sie das Installationsskript aus und folgen Sie den Anweisungen am Bildschirm. Ein Windows-typischer Dialog erlaubt die Auswahl der verfügbaren NetXMS-Komponenten. Sie sollten zumindest die Administrator-Konsole und die Server-Komponente auswählen.

Nach der Installation der ausgewählten Komponenten erfolgt die Konfiguration der Datenbankverbindung. Hier wählen Sie den Datenbanktyp aus, bestimmen die Server-Adresse und die Zugangsdaten. Achten Sie darauf, dass der angegebene Benutzer über die notwendigen Rechte für das Anlegen einer neuen Datenbank verfügt. Alternativ ist auch die Verwendung einer existierenden Datenbank möglich.

Der nächste Schritt dient der Polling-Konfiguration. Damit steuern Sie den Auto Discovery-Prozess, der das überwachte Netzwerk kontinuierlich auf neue Netzwerkkomponenten überprüft. Wenn Sie viele Netzwerkknoten im Auge behalten wollen, sollten Sie die Anzahl der Status- und Konfiguration-Poller erhöhen.

Zwei weitere Konfigurationsdialoge sind noch abzuarbeiten. Der vorletzte Dialog dient der Konfiguration des SMTP-Servers, über den NetXMS seine Hinweise und Warnungen versendet. Mit dem letzten Schritt bestimmen Sie, unter welchem Benutzeraccount der Net-XMS-Server ausgeführt wird. Nachdem Sie diesen letzten Schritt ausgeführt haben, ist die Monitoring-Umgebung einsatzbereit. Um sich dann in das Net-XMS-System einzuloggen, verwenden Sie als Login-Name “admin” und das Passwort “netxms”.

Bild 2: Die Grundfunktionalität der Windows-Agenten lässt sich über Subagents erweitern.

Agenten-Installation

Nachdem Sie das Herzstück der Net-XMS-Umgebung in Betrieb genommen haben, können Sie sich der Agenten-Installation zuwenden. Die Installation der Linux-Variante ist wieder recht einfach. Nach dem Download des NetXMS-Archivs entpacken Sie dieses und führen folgenden Befehl aus:

 ./configure -—with-agent

Die beiden wichtigsten „configure“-Parameter sind “--prefix” und “--with-agent”. Mit “--prefix=Verzeichnis” legen Sie das Installationsverzeichnis fest, mit

“--with-agent” installieren Sie den Monitoring-Agent. Nach der Ausführung von “make” und “make install” editieren Sie die Agent-Konfigurationsdatei »/etc/nxagentd.conf« . Sie sollte zumindest folgende Einstellungen enthalten:

- MasterServers = IP-Adresse des NetXMS-Servers

- LogFile = Protokolldatei

- FileStore = Speicherplatz für temporäre Agent-Dateien.

Den Linux-Agenten starten Sie mit folgendem Kommando:

/usr/local/bin/nxagentd –d

Die Installation eines Windows-Agenten ist ebenfalls sehr einfach: Laden Sie sich zunächst den Agent-Installer für Windows herunter. Der Setup führt Sie durch die verschiedenen Schritte, mit denen Sie beispielsweise das Zielverzeichnis und die IP-Adresse des NetXMS-Servers bestimmen. Der Windows-Agent kann auch Agent-Konfigurationen über einen speziellen Server herunterladen. Dazu aktivieren Sie die Option “Download configuration file from management server on startup“.

Das Agent-Setup bietet als Nächstes die Installation sogenannter Subagents an. Dabei handelt es sich um Zusatzmodule, die die Grundfunktionalität der Agenten erweitern. Standardmäßig wird der Windows Performance-SubAgent installiert. Daneben stehen sechs weitere Module für das Monitoring von Ports, WMI, ICMP-Diensten und Logfiles zur Verfügung.

Damit hat das Setup alle relevanten Informationen, um den Agenten einzurichten. Das Setup kopiert die Agent-Daten auf den Client, erzeugt die Konfigurationsdatei, lädt den Datenbanktreiber, stellt die Verbindung zum Datenbankserver her und initialisiert die Datenbank. Nach der Installation des Agenten benötigen Sie nur noch eine Admin-Konsole für die Steuerung der Monitoring-Umgebung.

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Ausgabe /2019