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Lizenzfragen

Der größte und wichtigste Unterschied zwischen MariaDB und MySQL dreht sich ohne Zweifel um die Lizenz der genutzten Lösungen. MySQL war stets unter doppelter Lizenz unterwegs, einerseits nämlich unter der Open Source-Lizenz GPL und auf der anderen Seite unter einer kommerziellen Zusatzlizenz. Anwender konnten sich zwischen den beiden Lizenzen entscheiden und so das Lizenzmodell wählen, das am besten zu ihrem eigenen Produkt passte. Die große Befürchtung, die sich innerhalb der MySQL-Gemeinschaft nach der Akquisition Suns durch Oracle schnell breit machte, war, dass Oracle diese Dual-Lizenzierung aufgeben würde. In solch einem Horror-Szenario wären neuere MySQL-Versionen bloß noch unter einer Lizenz zu haben, die nicht quelloffen ist. Und nicht wenige fragen sich sogar, ob sich MySQL für Oracle überhaupt noch lohnt oder ob das Unternehmen MySQL irgendwann einstampfen werde, um Kunden zum eigenen Produkt zu migrieren.

Bei MariaDB lautet das Versprechen von Anfang an, dass die Datenbank stets unter einer freien Lizenz verfügbar sein soll. Um diesen Zustand unwiderruflich festzuschreiben, gründete Widenius letztes Jahr auch eine Stiftung, nämlich die MariaDB Foundation, die die Hoheit über die Entwicklung von MariaDB besitzt. Zur MariaDB Foundation stieß bald nach Grüdung übrigens auch das Unternehmen SkySQL, das ebenfalls aus ehemaligen MySQL-Leuten besteht und sich früh auf Consulting-Dienstleistungen rund um den MySQL-Fork spezialisiert hatte.

Wechsel im DB-Maschinenraum

Natürlich gibt es zwischen MariaDB und MySQL mittlerweile aber auch technische Unterschiede, und die sind aus Nutzersicht vermutlich der interessantere Aspekt. Denn wenn sich MariaDB einerseits als einfacher Tauschkandidat für MySQL eignet, aber andererseits einen verbesserten Unterbau besitzt und dadurch ein Quäntchen mehr Performance als MySQL bietet, dann hat der Admin sicher nichts dagegen.

Ein Kernunterschied zwischen den beiden Datenbanklösungen betrifft die Engine, die im Hintergrund der Datenbank werkelt. MySQL setzt seit Jahren ab Werk auf InnoDB, das ursprünglich von einer finnischen Firma namens Innobase OY stammt, die Oracle allerdings ebenfalls zwischenzeitlich gekauft hat. InnoDB gilt als ordentlich und zuverlässig, in Form von XtraDB steht allerdings eine Alternative parat, die für verschiedene Einsatzszenarien Vorteile bietet und teilweise deutlich performanter ist. Wer sich die Percona-Variante von MySQL direkt bei Percona herunterlädt, erhält mit dieser ebenfalls die XtraDB-Engine – schließlich zeichnet Percona selbst für die XtraDB-Engine verantwortlich. Dort hat XtraDB sich übrigens seit Jahren bewährt, und viele Admins setzen lieber auf die MySQL-Pakete mit XtraDB von Percona als auf die normalen MySQL-Pakete ihrer Haus- und Hofdistribution. In MariaDB stehen übrigens noch viele weitere Engines zur Verfügung, die bei MySQL fehlen. [1] bietet eine Übersicht über die komplette Liste.

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