Allen Unkenrufen zum Trotz ist die E-Mail nach wie vor das Kommunikationsmedium Nummer eins im Unternehmen. Deshalb geben wir in der Februar-Ausgabe eine ... (mehr)

Installation

Wer nicht die vorbereitete VMware-Appliance [2] herunterladen und einsetzen möchte, der muss etwas Geduld bei der Einrichtung von Piler mitbringen, da keine Installationspakete für die in C geschriebene Software existieren. Auf seinem Linux- oder Solaris-Host richtet der Sysadmin zunächst die benötigten Basispakete OpenSSL, MySQL 5.1+, Sphinx Search 2.1+, PHP 5.3.x+, Webserver mit Rewriting-Technik (Apache, Lighthttpd, Nginx), TRE Regex Library, Libzip und Iconv ein. Anschließend lädt er den Quellcode [3] herunter und kompiliert ihn etwa so:

tar zxvf piler-x.y.z.tar.gz cd piler-x.y.z
./configure --localstatedir=/var –with-database=mysql –enable-starttls –enable-tcpwrappers
make su -c 'make install'

Anschließend richtet er den User "piler" ein und führt die Postinstallationsroutine mit make postinstall aus, die unter anderem die Datenbanktabellen anlegt, Cronjobs generiert und das Webverzeichnis erstellt. Zuletzt startet er den Piler-Dämon sowie den Sphinx-Indexierer. Das erste Login über die Web-GUI erfolgt mit dem User "admin@local" und dem Passwort "pilerrocks".

Von hier ausgehend rüstet der Administrator Piler für den Betrieb: Er richtet User und Gruppen ein, definiert die gewünschten Archivierungsregeln und konfiguriert den betreffenden SMTP-Server so, dass er den eingehenden Mailstrom an piler weiterleitet. Bei einem Postfix-Mailserver genügt dafür schon dieser Eintrag in der Datei »main.cf« :

always_bcc = archive@piler.meine.domain

Piler

 

Piler

http://www.mailpiler.org

 

Kostenlos.

 

http://www.it-administrator.de/downloads/datenblaetter/

 

Installationsaufwand

2

Funktionsumfang

8

Bedienkomfort

7

Integrationsmöglichkeiten

7

Dokumentation

5

Gesamtbewertung

            5,8

Fazit

Piler macht einen durchdachten Eindruck. Das Projekt wird ordentlich gepflegt und weist eine umfassende Dokumentation auf. Die Integrationsmöglichkeiten erlauben den Betrieb in vielen Umgebungen. Wen das etwas langwierige Setup nicht stört und keinen Herstellersupport benötigt, findet ein umfassendes und dabei schlankes System vor, welches die meisten zentralen Anforderungen an die Mailarchivierung erfüllt.

Vor dem Einsatz bei hoher Last und vielen Usern sollten Betreiber zunächst entsprechende Last- und Stabilitätstests für einen Proof-of-Concept durchführen.

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Ausgabe /2019