Das Thema 'Servervirtualisierung & Cloud' steht auf der Agenda des IT-Administrator im Mai. So lesen Sie unter anderem, wie einfach sich OpenStack mit Mirantis ... (mehr)

Änderungen an Details

Hinzu kommt natürlich eine große Menge von Kleinigkeiten, die für sich genommen wenig bedeutsam erscheinen, in Summe aber viel Funktionalität bieten. Die Nova-API 2.1 liefert zusätzliche API-Kommandos mit. Der Scheduler, der zu startende VMs auf die verfügbaren Hypervisoren verteilt, ist in Kilo effizienter und bietet mehr Schnittstellen nach außen. Dadurch wird es leichter, zusätzliche Features zu implementieren. Im Grunde ist Kilo für den Scheduler nur eine Zwischenversion, denn am Ende seiner Reise soll der Nova-Scheduler gar eine eigene Komponente im OpenStack-Universum sein.

Übrigens: Auch in Kilo ist es den Open­Stack-Entwicklern nicht gelungen, die Nova-Network-Komponente zu entfernen. Nova-Network, das sich vor Neutron um das Netzwerk in OpenStack-Installationen kümmerte und diesem technisch eindeutig unterlegen ist, hält sich seit etlichen Releases wacker an Bord. Bis dato haben sich jene Entwickler durchgesetzt, die den Update-Pfad für alte, noch auf Nova-Compute basierende Setups nicht völlig abbrechen wollen. So wird Nova-Network auch in Kilo noch vorhanden sein. Admins sollten sich trotzdem nicht darauf einlassen, neue OpenStack-Installationen mit Nova-Network zu bauen; auch wenn Totgesagte bekanntlich länger leben, sind die Tage von Nova-Network gezählt.

Neuer Netzwerkstack

Neutron gilt im OpenStack-Kontext als Moloch: Keine andere Komponente bietet so viele Funktionen wie der Dienst, der sich um Software Defined Networking in OpenStack-Clouds kümmert. Den Preis zahlen Admins in Form einer sehr steilen Lernkurve und hoher Komplexität. In Kilo haben sich die Neutron-Entwickler vor allem um die Interna der Software gekümmert: Neutron präsentiert sich in der neuen OpenStack-Version deutlich modularer als zuvor.

 Dazu haben die Entwickler ein neues Plug-in-Interface spendiert. Zur Erinnerung: Neutron selbst ist im Wesentlichen eine API, die unter der Haube auf andere SDN-Technologien wie Open vSwitch oder OpenContrail zurückgreift. Die Einbindung jener Technologien passiert mittels Plug-ins, wobei für jede SDN-Lösung ein spezifisches Plug-in existiert. Jener Plug-in-Layer ist bei Kilo völlig neu gestaltet. Unter dem Codenamen "Perestroika" strukturierten die Entwickler dabei nicht nur das Plug-in-Interface selbst um. Sie spalteten in Neutron auch verschiedene Plug-ins wie die für "Load-Balancer as a Service" (LBaaS) und "VPN as a Service" (VPNaaS) in eigene Repositories aus. In der letzten Open­Stack-Version Juno waren all jene Plug-ins noch zum Teil mit dem L3-Plugin verwoben. Hiervon versprechen sich die Entwickler insbesondere die einfachere Erweiterbarkeit von Neutron um neue Plug-ins und mehr Performance im Hinblick auf die Aufgaben, die Neutron in einer Cloud üblicherweise erfüllt.

Und weil sie gerade schon beim Umstrukturieren waren, haben die Developer auch gleich noch eine "Neutron-Bibliothek" erfunden. Sie enthält Funktionen, die Neutron-bezogene Komponenten in OpenStack regelmäßig benutzen. So sorgen die Neutron-Macher dafür, dass Quelltext zur Lösung des gleichen Problems nicht an mehreren Stellen in der Software vorhanden ist.

Bild 1: Klar strukturiert und angepasst an die großen Monitore der Gegenwart zeigt sich der Dialog zum Starten neuer Instanzen.

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Ausgabe /2019