Workshop: Open Source-Tipp

Fehlersuche

Software-Bugs sind ärgerlich, treten aber immer wieder auf. Wildes Schimpfen auf die Software hilft nicht weiter. Wer aktiv an der Verbesserung der Software mitwirken will, sollte sich das Automatic Bug Reporting Tool näher ansehen und Programmabstürze melden.
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Genaugenommen handelt es sich bei dem Tool ABRT (Automatic Bug Reporting Tool) [1] um eine ganze Reihe kleiner Anwendungen und Add-ons. Deren erklärtes Ziel ist es, Programmabstürze zu erkennen, damit in Zusammenhang stehende Daten einzusammeln und sie dann in einem Report zur Verfügung zu stellen. Dieser enthält grundlegende Informationen über die abgestürzte Anwendung, also beispielsweise die Versionsnummer, auf welchem Betriebssystem die Anwendung eingesetzt wird, welcher Kernel installiert ist, führt aber auch detaillierte Informationen der Umgebung auf: beispielsweise welche weiteren Pakete auf dem System vorhanden sind oder wie das Speicherabbild der fehlerhaften Anwendung aussieht.

Dieser Report hilft den Entwicklern der Software, die Ursache für den Absturz zu finden. Ein solcher Bericht lässt sich sowohl automatisch als auch manuell einsenden. Wer befürchtet, zuviele Daten seiner Umgebung preiszugeben, kann be- ruhigt sein. Anstelle eines ausführlichen Reports lässt sich auch ein sogenannter Micro-Report verschicken, in dem nur die allernötigsten Informationen enthalten sind. Desweiteren besteht die Möglichkeit, eine Liste mit verbotenen Schlüsselwörtern anzulegen. Diese nimmt ABRT dann nicht mit in den Report auf.

Polyglottes Programm

ABRT kann Abstürze erkennen, die von C-, C++-, Java-, Python- oder Ruby-Programmen verursacht werden. Desweiteren erkennt das Tool Probleme mit der grafischen Oberfläche X.Org sowie Kernel-Oopses und Kernel-Panics. Unterschiedliche Abrt-Hooks sorgen dafür, dass der Abrt-Daemon im Fehlerfall benachrichtigt wird und eine Reihe von Events abarbeitet. Wie diese im Einzelfall aussehen, hängt von der Art des Problems ab. In jedem Fall sorgt der Daemon dafür, dass ein Verzeichnis unterhalb von »/var/tmp/abrt« angelegt wird und alle relevanten Informationen, die den Crash betreffen, dort gespeichert

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