Das Thema 'Servervirtualisierung & Cloud' steht auf der Agenda des IT-Administrator im Mai. So lesen Sie unter anderem, wie einfach sich OpenStack mit Mirantis ... (mehr)

Name und Distribution festlegen

Nun steht das Anlegen der OpenStack-Umgebung an. Zunächst legt der Admin den Namen der Umgebung fest, wie Fuel ihn später anzeigt. Aus der OpenStack-Release-Liste lässt sich nicht nur die verwendete OpenStack-Version bestimmen, sondern auch das Betriebssystem, auf dem sie läuft. Wer eher Ubuntu- oder Cent­OS-affin ist, nutzt hier also den entsprechenden Wert.

Danach kommt die Frage, ob das Setup inhärent hochverfügbar sein soll oder nicht. Das Beispiel geht auf das Thema HA nicht ein, doch wer die Hardware hat, sollte die Option nutzen. Es braucht dazu mindestens drei Rechner mit der "Controller"-Rolle, weil MySQL mit Galera aufgesetzt wird und dabei drei Knoten zwingend notwendig sind. Der Clou: Fuel verlangt die drei Rechner nicht schon im ersten Schritt, sondern bereitet das Setup lediglich so vor, dass sich zusätzliche HA-Knoten jederzeit hinzufügen lassen.

Im "Compute"-Teil will der Installer lediglich wissen, ob Admins KVM, Qemu oder VMware für die Virtualisierung nutzen wollen. Wer einen Hypervisor mit Hardware-Support für Virtualisierung besitzt, also Intels VT oder AMDs SVM, hat mit der Auswahl von KVM diesen Punkt bereits abgehakt. Wer Fuel in VMs in VirtualBox ausprobiert, nimmt stattdessen besser QEMU.

Dann folgt ein sehr wichtiger Dialog: Im "Networking Setup" stellen Sie die Weichen für die Netzwerkkonfiguration der Cloud. Ab Werk ist "Neutron with GRE segmentation" voreingestellt; das ist auch der sinnvolle Default. Keinesfalls sollte hier "Legacy Networking (nova-network)" zum Einsatz kommen. Dann würde das Setup auf der uralten Netzwerkkomponente von Nova beruhen, die sich seit etlichen OpenStack-Releases lediglich aus Mitleid in OpenStack halten kann.

Bild 3: In der Knotenliste lassen sich einzelne Rechner mit Namen versehen.

Das Storage-Netzwerk

Zwei OpenStack-Komponenten benötigen einen eigenen Speicher im Hintergrund, nämlich Cinder und Glance. Zur Erinnerung: Glance serviert später Images für neue Maschinen, Cinder bietet jenen persistenten Blockspeicher an. Fuel bietet ab Werk Unterstützung für Objektspeicher mit Ceph. Wer also bereits einen Ceph-Cluster betreibt, der aus dem Admin-Netz der Fuel-Installation erreichbar ist, wählt hier "Ceph" aus und gibt die Details zur Ceph-Installation an. Wer keinen fertigen Ceph-Cluster hat, bringt Cinder und Glance per "Default" dazu, ihre Daten auf dem Controller-Knoten lokal zu hinterlegen.

Die obligatorische Frage nach den "Additional Services" bezieht sich auf die Installation von OpenStack-Komponenten, die möglicherweise nicht jedes Set-up tatsächlich braucht: Sahara, das Hadoop as a Service realisiert, sowie Murano, eine Art Soft­ware-Verzeichnis für Clouds, die auf OpenStack basieren, gehören eher zu den Exoten. Ceilometer sollten Admins in ihrer Cloud allerdings aktivieren, um Statistiken im Dashboard zu sehen und erste Erfahrungen mit der OpenStack-Billing-Komponente zu bekommen. Im Dialog "Finish" klickt der Admin schließlich auf den grünen Knopf mit der Aufschrift "Create" – unmittelbar im Anschluss erscheint die neue Installation in der Liste der verfügbaren OpenStack-Umgebungen.

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Ausgabe /2019