Das Storage-Management und die Virtualisierung der Speicherumgebung stehen im Mittelpunkt der November-Ausgabe des IT-Administrator. Denn längst sind die ... (mehr)

Einstieg in die Systemadministration

NAS4Free ist ein vollwertiges Unix-basiertes Betriebssystem, das wie andere Server in einem Netzwerk administriert werden muss. Typische administrative Aufgaben sind die Benutzer- und Gruppenverwaltung, die Wartung und das Monitoring. Alle diese Aufgaben sind dank der benutzerfreundlichen Web-Schnittstelle komfortabel zu bewältigen.

Unter NAS4Free folgen die Benutzer- und Gruppeneinstellungen dem POSIX-Modell und nicht dem Windows-typischen Rechtemodell. Die zugehörigen Einstellungen finden Sie im Menü "Zugriff". Um eine erste eigene Gruppe anzulegen, führen Sie den Menübefehl "Zugriff / Benutzer & Gruppen / Hinzufügen" aus. Jeder Gruppe müssen Sie eine Bezeichnung, eine numerische Gruppen-ID und optional eine Beschreibung zuweisen.

Nachdem Sie benötigte Gruppen angelegt haben, können Sie mit "Benutzer / Hinzufügen" die ersten Benutzer generieren. In dem zugehörigen Formular bestimmen Sie folgende Eigenschaften: Benutzername, vollständiger Name (optional), Passwort, User-ID, Login-Shell (für Benutzer, die keinen Shell-Zugriff benötigen, geben Sie "nologin" an), primäre Gruppe, sekundäre Gruppe (optional) und Home-Verzeichnis.

Außerdem können Sie den Benutzern den Zugriff auf das Benutzer-Portal erlauben. Dabei handelt es sich um eine eingeschränkte Form der NAS4Free-Web-GUI.

NAS4Free kann auch die Benutzerdaten von LDAP und Active-Directory-Servern beziehen. Konkret unterstützt die NAS-Umgebung den Import des Benutzernamens und des zugehörigen Passworts von Active-Directory-Installationen, die unter Windows 2000, 2003, 2008 und 2012 laufen. Die zugehörigen Einstellungen sind unter "Zugriff / Active Directory" verfügbar. Wichtig ist dabei die korrekte NAS4­Free-Konfiguration. Verwenden Sie den Domain-Namen "nas4free.de", muss dieser in NAS4Free als "nas4free" angegeben werden. Nach der Einbindung des AD-Servers erfolgt die Authentifizierung bei CIFS- und SSH-Zugriffen über den Active-Directory-Mechanismus. Die Einbindung eines LDAP-Servers ist einfacher. Hierzu öffnen Sie das Menü "Zugriff / LDAP", aktivieren die LDAP-Funktionalität und geben die Daten des Verzeichnisservers an.

Monitoring

Weitere zentrale Aufgaben sind das Monitoring und die Systemüberwachung. Neben der Statusübersicht, die Ihnen NAS4­Free nach dem Einloggen präsentiert, verfügt die Umgebung über eine Vielzahl weiterer Statusinformationen. Die verschiedenen Berichte und Systemausgaben finden Sie im Menü "Status". Mit "Status / Prozess" verrät das Betriebssystem, welches die wichtigsten Prozesse sind und wie deren Speicher- und CPU-Belegung konkret aussieht. Einen Überblick über die ausgeführten Dienste erhalten Sie mit "Status / Dienste". Ein grüner Haken unter "Aktiviert" zeigt an, dass der Dienst aktiv ist. Um den Zustand der Netzwerkadapter zu überprüfen, führen Sie den Menübefehl "Status / Schnittstellen" aus. Neben den genannten Netzwerkadaptereigenschaften entnehmen Sie der Übersicht die MAC-Adresse und I/O-spezifische Informationen.

Den Status der eingerichteten Festplatten finden Sie unter "Status / Festplatten". Neben der Device-Bezeichnung, der Größe und einer optionalen Beschreibung können Sie der Übersicht das Modell und die Seriennummer entnehmen, sofern das Betriebssystem diese Informationen auslesen kann. Stellt das Laufwerk Temperaturinformationen bereit, sind auch diese einsehbar.

Die grafische Aufbereitung des Traffic finden Sie unter "Status / Graph / Systemlast". Die Darstellung wird automatisch alle 120 Sekunden aktualisiert. Auch die CPU-Last ist mit einer grafischen Darstellung über "Status / Graph / Prozessorlast" verfügbar. Haben Sie den Versand von Hinweis-E-Mails in der Systemkonfiguration aktiviert, können Sie unter "Status / E-Mail Bericht" exakt bestimmen, wann welche E-Mail-Berichte verschickt werden. Dazu geben Sie zunächst den Empfänger, dann den Betreff und dann die Berichttypen an. Mittels Zeitsteuerung legen Sie fest, wann und wie häufig die Daten verschickt werden. Neben vielfältigen Statusinformationen stellt Ihnen die Web-Schnittstelle im Menü "Diagnose" verschiedene Protokolle zur Verfügung. Im Untermenü "Log" können Sie die wichtigsten System-Logdateien einsehen beziehungsweise herunterladen. Dazu gehören folgende Protokolldateien: System, SSH, Daemon, FTP und FTP-Transfer, S.M.A.R.T., Rsync, UPnP und DAAP.

Den Speicherort der Protokolldateien können Sie über das Menü "Log / Einstellungen" anpassen. Jede Menge weitere systemspezifische Daten finden Sie über Registerkarten verteilt im Untermenü "Diagnose / Informationen". Das "Diagnose"-Menü stellt eine Testfunktion zur Ver­fügung, mit der Sie die Netzwerk- und Internet-Verbindungen testen können. Die Funktionstüchtigkeit der Netzwerkverbindungen testen Sie mit "Diagnose / Ping / Traceroute". Die Routing-Tabelle können Sie über "Diagnose / Routing" einsehen.

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Ausgabe /2020