Buchbesprechung

Skalierbare Container-Infrastrukturen

Container sind derzeit in aller Munde, allen voran Docker. In der September-Ausgabe beleuchtet IT-Administrator, was die Technologie für Admins im Unternehmen ... (mehr)

Container sind derzeit in aller Munde und manche fragen sich, wie die moderne IT-Welt bisher nur ohne sie auskommen konnte. Oliver Liebel, nach eigenen Worten "knorriger und oft gern unbequemer IT-Veteran", setzt sich in seinem rund 1000-seitigen Buch "Skalierbare Container-Infrastrukturen" mit dem Phänomen nicht ganz unkritisch auseinander und richtet sich dabei vor allen Dingen an IT-Entscheider, Administratoren und DevOps-Teams. Für Entwickler ist der Wälzer dagegen nicht gedacht. So wirft der Autor immer wieder auch Fragen nach der Sinnhaftigkeit von Funktionen auf – und beantwortet diese auch. Doch keine Angst, es fehlt bei aller strategischen Betrachtung nicht an Kommandozeilen-Codes, im Gegenteil. Dadurch lassen sich die Darstellungen für Techniker nachvollziehen und nacharbeiten.

Den Hauptteil des Buches nimmt natürlich der unbestrittene Platzhirsch Docker ein. Um ihn dreht es sich im Wesentlichen – angefangen beim grundlegenden Aufbau über die Security von Docker bis hin zu Docker Datacenter und Trusted Registries. Wie Liebel im Vorwort bereits erläutert, sind Container für sich genommen nur die halbe Miete. Die Orchestrierung spielt die zweite Hauptrolle. Und die übernimmt, wie soll es anders sein, Kubernetes (alias K8). Erst damit wird die Container-Infrastruktur wirklich skalierbar. Entsprechend ausführlich widmet sich Liebel dem Orchestrierungs-Framework.

Noch übergreifender geht "Rancher" die Aufgabe an, ein Orchestrierungstool für unterschiedliche Container-Cluster. Dabei lassen sich auch die zugrundeliegenden Hosts gleich mitverwalten. Doch Freunde von Rancher sollten sich nicht zu viel erhoffen, denn das Werkzeug nimmt lediglich 15 Seiten ein – alleine das Inhaltsverzeichnis des Buches ist doppelt so dick.

Fazit

Container sind im Kommen und das auch zu Recht. Doch stellen sie kein Allheilmittel für die IT dar, sondern wollen zielgerichtet eingesetzt werden. Nach diesem Ansatz führt Oliver Liebel seine Leser durch den 1000-Seiten-Wälzer zu skalierbaren Container-Infrastrukturen. Immer wieder tritt er einen Schritt zurück und betrachtet das große Ganze und wie die jeweiligen Puzzlestücke dort hineinpassen. Ansonsten heißt es: Kommandozeile starten und ausprobieren. Die nötigen Codeschnipsel hierzu gibt Liebel regelmäßig mit.

Daniel Richey

Autor               Oliver LiebelVerlag             Rheinwerk ComputingPreis                69,90 EuroISBN               978-3-8362-4366-7

Gruppenrichtlinien stellen die Grundlage von Windows-Netzen dar, wenn es um die zentrale Konfiguration und um die Sicherheit von Rechnern geht. Kaum ein Admin beziehungsweise keine IT-Abteilung kommt um diese Technologie herum. In dem Buch "Gruppenrichtlinien in Windows Server 2016, 2012 und 2008 R2" beleuchten Holger Voges und Martin Dausch diese Art der Windows-Verwaltung von A bis Z. Auf knapp 500 Seiten führen sie die Leser Schritt für Schritt durch das Dickicht bestehend aus GPO, WMI, WQL, CSE, DNSSEC, ADMX und IEAK. Angesichts der inhaltlichen Bandbreite bleibt das Buch dennoch angenehm kompakt und kommt nicht als Riesenwälzer daher. Das liegt auch daran, dass die Autoren die Vorgehensweisen kurz und knackig beschreiben und nicht lange um den heißen Brei herumreden.

Um Administratoren abzuholen, die bei null anfangen, erläutern die Autoren zu Beginn das Grundprinzip von Gruppenrichtlinien sowie die ersten Schritte in der Gruppenrichtlinienverwaltung. Eine Vielzahl an Screenshots erlaubt dabei das Nachvollziehen des Geschriebenen, auch ohne am Rechner zu sitzen. Mit Windows vertraute Leser dürften sich damit rasch zurechtfinden. Empfehlungen der Autoren zur Vorgehensweise runden die insgesamt 18 Kapitel ab.Ans Eingemachte geht es im weiteren Verlauf des Buches, so beispielsweise in Kapitel 8 mit dem Thema "Administrative Vorlagen der Computerverwaltung". Hier beschreiben die Autoren, wie sich ADMX- und ADM-Vorlagen nutzen und auf Windows-Komponenten oder die Benutzerkonfiguration anwenden lassen. Natürlich darf auch die Fehlersuche nicht fehlen und findet, wenn auch vergleichsweise schmal gehalten, in Kapitel 15 ihren Platz.

Fazit

"Gruppenrichtlinien in Windows Server 2016, 12 und 2008 R2" in der dritten Auflage richtet sich eher an Einsteiger, die noch nicht allzu vertraut mit GPOs und Co. sind. Sie werden von den Autoren an die Hand genommen und Schritt für Schritt durch die Vorgehensweisen geführt. Die verständlichen Erläuterungen und zahlreichen Screenshots lassen keinen Leser im Regen stehen. Auch als Nachschlagewerk für erfahrenere Admins, die schnell Informationen zu einer bestimmten Funktion suchen, eignet sich das Buch. Links zur E-Book-Version sowie zum Youtube-Channel "Gruppenrichtlinien in Windows Server" ergänzen den Inhalt multimedial.

Daniel Richey

Autoren           Holger Voges und Martin DauschVerlag             Carl Hanser VerlagPreis                50,00 EuroISBN               978-3446445642

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