VMware vSphere 6.5 und Container

Andocken

Im jüngsten Hype um Container-Technologien ist auch VMware nicht untätig geblieben und bietet bereits seit einiger Zeit Unterstützung für Container – jüngst auch in vSphere. Wir beleuchten nach einer kurzen Einführung in Docker und VMwares Container-Strategie insbesondere die praktische Integration von Container in vSphere.
Container sind derzeit in aller Munde, allen voran Docker. In der September-Ausgabe beleuchtet IT-Administrator, was die Technologie für Admins im Unternehmen ... (mehr)

Docker entstand 2006, als neue Kernel-Features namens "namespaces" und "cgroups" entwickelt wurden. Mit diesen Kernel-Features adressierten die Entwickler die Isolation von ausführbarem Code. Betriebssysteme erlauben klassischerweise die gemeinsame Nutzung von Betriebsmitteln wie Netzwerken und Dateien. Mit namespaces ist ein Mittel entstanden, Teile dieser Betriebsmittel in Namensräume zu verpacken, sodass sie nur für Prozesse sichtbar sind, die sich im gleichen Namensraum befinden. So ist es also möglich, isolierte Einheiten im File-System oder im Speicher zu erschaffen und gleichzeitig dennoch den Betriebssystem-Kernel gemeinsam für alle Anwendungen zu nutzen. Cgroups kümmert sich auf der anderen Seite um die Überwachung des Ressourcenverbrauchs.

Container mit Docker

Die Open-Source-Software Docker baut auf der Idee der namespaces auf und liefert als Hauptkomponenten "containerD" und "AuFS" (Advanced Multi-layered Unification Filesystem). Bei containerD handelt es sich um eine leichtgewichtige Laufzeitumgebung für das Erzeugen und Verwalten von Containern, die sich mittels CLI steuern lässt. AuFS stellt dagegen ein schichtweise aufgebautes Dateisystem dar, das es einerseits ermöglicht, Containern auf Teile des Betriebssystems nur Leserechte zu vergeben (diejenigen Teile im Dateisystem, die zwischen allen Containern geteilt werden), und anderseits, jedem Container eine dedizierte Freigabe zum Schreiben zu erstellen. Auf diese Weise können verschiedene Container-Betriebssysteme in einer virtuellen Maschine parallel laufen, sofern der Kernel des Host-Betriebssystems mit dem der Containerinstanzen übereinstimmt. Diese technischen Erweiterungen ermöglichen es Docker, ausführbaren Code über Prozessgrenzen hinweg zu isolieren und damit viele Container ressourcenschonend auf einer Betriebssysteminstanz laufen zu lassen. Vergleicht man dies mit

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