Windows-Anwendungen mit Turbo.net-Containern bereitstellen

Schnelle Apps

Bei der Bereitstellung von Anwendungen erlaubt Turbo.net, Windows-Anwendungen in einem Container zu installieren und somit schnell und vor allem portabel auf allen Desktops sowie in der Cloud bereitzustellen. Im Gegensatz zu anderen Werkzeugen benötigt Turbo.net keine vollständige Kopie des Host-Betriebssystems, sondern emuliert über seine Container nur die für die Ausführung der Anwendung erforderlichen Funktionen.
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Ist von Containern die Rede, denkt ein Großteil der IT-Verantwortlichen gewiss an Docker. Und tatsächlich existieren diverse Gemeinsamkeiten mit Turbo.net, abgesehen davon, dass Docker früher auf Linux-Containern (LXC) basierte. Turbo.net wurde allerdings von Anfang an ausschließlich für Windows entworfen und unterstützt durch die "Turbo Application Virtualization Engine" sowohl Server- als auch Clientapplikationen ab Windows XP.

So funktioniert Turbo.net

Anders als bei Docker lassen sich Turbo-Container aus mehreren Containern dynamisch erstellen und verwenden. Um beispielsweise einen Container für eine Java-Anwendung zu schaffen, die eine MongoDB-Datenbank verwendet, könnte ein Administrator einen Container mit der Java-Laufzeitumgebung und einen MongoDB-Datenbank-Container kombinieren und den Anwendungscode in einer Anwendungsebene in einem weiteren Container stapeln. Dieses Layering macht die Wiederverwendung von gemeinsam genutzten Komponenten wie Laufzeitumgebungen, Datenbanken und Plug-ins sehr einfach.

Der Hauptkomponente von Turbo.net ist der Turbo-VM-Kernel. Dieser stellt eine minimale Implementierung von Kern-Betriebssystem-APIs einschließlich Dateisystem-, Registry-, Prozess- und Threading-Subsystemen dar. Dieses System kommt mit weniger als 1 MByte Speicher aus und hat somit fast keinen Performance-Overhead auf die Anwendung. Der Turbo-Kernel wird dabei vollständig im User-Space-Bereich implementiert, was bedeutet, dass Turbo-Anwendungen ohne Treiberinstallation oder Administratorrechte laufen können. Und das gilt selbst dann, wenn die Anwendung im Turbo-Container erweiterte Rechte benötigt.

Anwendungen in einem Turbo-Container interagieren mit einer virtualisierten Dateisystem-, Registry- und Prozessumgebung, die im Kernel enthalten ist. Anfragen werden intern innerhalb der virtualisierten Umgebung abgewickelt, können aber auch – basierend auf

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Ausgabe /2019