Das Asset- & Lifecycle-Management bildet die Basis für viele wichtige IT-Management- wie auch kaufmännische Aufgaben. Im Juli-Heft widmet sich ... (mehr)

Die Dokumentation beginnt

Bei der Umsetzung empfehlen wir, wie auch für ITIL, den Top-down-Ansatz zu wählen. Anstatt jedes Configuration Item mit allen Konfigurationen und Abhängigkeiten aufzunehmen, sollten Sie sich zu Beginn auf die Elemente konzentrieren, die die größte Bedeutung für die Erbringung der IT-Services haben. Überprüfen Sie dabei Ihre Ziele:

- Welchen Nutzen erwarten Sie?

- Welche Services sollen verbessert und abgebildet werden?

- Welche CIs benötigen Sie dafür?

Optimaler Start in das CMDB-Projekt

Folgende Punkte sollten Sie beim Einstieg in das Dokumentationsprojekt berücksichtigen:- Bestimmen Sie Mitarbeiter oder Kollegen, die die Verantwortung für die CMDB übernehmen (Process Owner).- Legen Sie frühzeitig Vertreter der Verantwortlichen fest.- Definieren Sie die Services, die von der CMDB profitieren sollen.- Bestimmen Sie auch dort verantwortliche Ansprechpartner.- Halten Sie aktuelle Punkte/Services fest, die verbessert werden sollen.- Darauf aufbauend bestimmen Sie, welche Informationen (CIs) Sie in der CMDB hinterlegen beziehungsweise, welche zusätzlichen Tools sie noch brauchen (Monitoring, Service Desk, Provisioning et cetera).- Identifizieren Sie Daten, die migriert werden müssen.- Legen Sie einen zentralen Punkt fest, an dem Sie den aktuellen Stand des Projektes festhalten, um die Kollegen, die nicht in das Projekt involviert sind, zu informieren.- Denken Sie daran: Je besser das Marketing für das Projekt und die damit verbundene Veränderung der täglichen Abläufe ist, umso eher werden die Veränderungen angenommen.

In der Praxis werden Sie normalerweise mit einer Discovery-Lösung einen Scan der IT-Infrastruktur vornehmen. Die Fülle der gefundenen Informationen wird dann daraufhin geprüft, welche CIs unternehmenskritische Services unterstützen und in die CMDB übernommen werden sollen. Der größte Erfolg stellt sich ein, wenn mit zwei oder drei der wichtigsten Services begonnen wird und die Datenbank anschließend sukzessive erweitert wird.

Bei der Festlegung relevanter Kategorien und Attribute sollten Sie sich im Vorfeld mit den betroffenen Abteilungen absprechen. Nur die Kollegen, die den ganzen Tag mit den Informationen arbeiten, können einschätzen, welche Daten relevant und welche verzichtbar sind.

Doch auch die besten Tools zur Erfassungsunterstützung können nicht alles leisten, was Sie für die Services benötigen. Sie werden daher nicht um eine Nachbearbeitung herumkommen. Folgende Punkte sollten Sie auf Vollständigkeit überprüfen:

- Benötigte Attribute der jeweiligen CIs (CPU, Speicher).

- Benötigte Abhängigkeiten der CIs untereinander (Schrank-Switch-Server et cetera) für die abzubildenden Services.

- Lizenzen pro Client, Server (abhängig vom Vertrag und Service).

- Geographische Abbildung der IT.

- Sind SLA-relevante CIs vorhanden?

Eine automatische Komponentenerfassung mit der freien Discovery-Software JDisc erfordert weder Agenten noch Skripte.

CMDB auf dem Laufenden halten

Die Erstellung eines Regelwerkes über die Erfassung der Items und die gründliche Schulung der Mitarbeiter ist sehr wichtig. Dabei müssen die Mitarbeiter immer wieder an die neuen Regeln erinnert werden, um nicht wieder in die Pflege alter Excel-Tabellen zu verfallen, sondern die neuen Prozesse und Tools zu nutzen. Anwender berichten häufig, dass das Zurückfallen in gewohnte Arbeitsabläufe die Erstellung einer CMDB enorm erschweren kann und nur regelmäßiges Nachhaken und Kontrollieren hilft.

Ein weiteres Best Practice ist die regelmäßige Aktualisierung der CMDB: um das Ziel von 98 Prozent validen Daten zu erreichen, müssen mehrmals pro Jahr die Informationen überprüft werden, um mögliche "Leichen" zu entfernen. Bewährt hat sich der Einsatz einer IT-Discovery-Lösung, die selbständig die Infrastruktur durchforstet, neue Komponenten automatisch erfasst und in die CMDB lädt. Für die richtige Bedienung der CMDB unentbehrlich sind Checklisten, mit denen Mitarbeiter neue Items erfassen und die beschreiben, welche Vorgehensweise zum Beispiel bei der Inbetriebnahme eines neuen Servers gilt.

Bereits erwähnt haben wir das frühzeitige und proaktive Einbinden der Beteiligten. Das gilt auch für die Sicherung der Datenqualität: Es lohnt sich, immer wieder nachzufragen, welche Informationen die Kollegen für ihre Arbeit benötigen, um eine Grundakzeptanz für das System zu erreichen. Gleichzeitig ist es aber auch nötig, die eingegebenen Daten und die Mitarbeiter immer wieder zu überprüfen und nachzuverfolgen, wenn die Regeln nicht eingehalten wurden.

Und immer wieder gibt es Unternehmen, die keine Agenten oder Skripte auf ihren Systemen laufen lassen wollen. Eine gute Lösung bietet die Discovery-Lösung JDisc [1], die eine agenten- und skriptlose Erfassung ermöglicht. Besonders störrische "Sparringspartner" im Unternehmen bitten Sie einfach um die Daten. Müssen die Kollegen selbst die Arbeit erledigen, werden sie meistens offen für die Installation von Agenten.

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Ausgabe /2018