Aus dem Forschungslabor

Under the Sea

Die Kühlung von Rechenzentren verschlingt je nach Region und Jahreszeit große Mengen an Energie. Dabei steigt der Bedarf vor allem an Cloudservern zusehends. Microsoft hat ein Rechenzentrum im Meer versenkt, um die Möglichkeiten des Unterwasserbetriebs zu erforschen. Fünf Jahre soll die mit Servern vollgestopfte Röhre wartungsfrei durchhalten.
In der November-Ausgabe beleuchtet IT-Administrator wesentliche Aspekte des Infrastrukturmanagements. Dazu gehört die Frage, wie Sie Rechenzentren erfolgreich ... (mehr)

Rechenzentren finden sich meist versteckt in Firmengebäuden als fensterlose, klimatisierte Räume. Die Nähe zum Rest des Unternehmens ist ein großer Vorteil, da Server rasch zugänglich sind – für das IT-Personal wie auch für die Nutzer per Netzwerk. Dafür jedoch müssen die Stromversorgung und auch Kühlung vor Ort sichergestellt werden. Ein wenig anders sieht die Lage bei Cloudanbietern aus. Deren Nutzer greifen von überall auf der Welt auf die Datenzentren zu, daher können Provider ihre Server quasi an einem beliebigen Ort aufstellen, bevorzugt wo der Strom günstig und die Kühlung einfach ist. Dass sich dieser Ort nicht unbedingt an Land befinden muss, bewies Microsoft mit dem Projekt Natick [1]. Das Ziel: ein Rechenzentrum im offenen Meer vor der schottischen Küste zu versenken und dort zu betreiben.

Damit möchte das Unternehmen die Möglichkeit erforschen, standardisierte Rechenzentrumseinheiten für Cloudanwendungen unter Wasser zu verwenden. Nun sind (Salz-)Wasser und IT-Equipment nicht die besten Freunde und auch die Datenanbindung ist im offenen Meer nicht wirklich sichergestellt, was die Ingenieure des Projekts vor größere Herausforderungen gestellt hat. Immerhin: Die Kühlung übernimmt das Meerwasser frei Haus. Eingebettet wurden die zwölf Serverracks in eine rund 12 Meter lange und drei Meter dicke Röhre. Im Inneren sorgt ein Stickstoff-Gasgemisch für den nötigen Schutz vor Korrosion – Atmen für Menschen unmöglich! Ein Unterseekabel versorgt die 864 Microsoft-Server derweil mit Strom und transportiert die Daten. Erzeugt wird die Energie übrigens umweltfreundlich in Offshore-Wellenkraftwerken sowie Solar- und Windfarmen an Land. 240 Kilowatt soll der Stromhunger betragen.

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

Microsoft versenkt Datacenter im Meer

Microsoft erprobt unterseeische Rechenzentren.

Artikel der Woche

Rechneranalyse mit Microsoft-Sysinternals-Tools

Der Rechner verhält sich eigenartig oder Sie haben eine unbekannte Applikation im Task Manager entdeckt und möchten erfahren, worum es sich dabei genau handelt und ob sie möglicherweise gefährlich ist? In so einem Fall helfen die Sysinternals-Tools von Microsoft. Dieser Beitrag stellt die drei Werkzeuge Autoruns, Process Explorer und TCPView vor. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2018