Modulare Software unter Linux

Baukaustenprinzip

Linux-Distributionen liefern ihre Software üblicherweise in festen Release-Zyklen aus. Für manche Anwender sind diese Zyklen jedoch zu lang, für andere wieder zu kurz. Softwaremodule sollen nun helfen, dieses Problem zu lösen, indem sie für mehr Flexibilität sorgen. Der Open-Source-Tipp in diesem Monat hilft beim Einstieg in die Welt der Module.
Besonders in kleineren Firmen ohne eigenes IT-Sicherheitsteam fällt es Administratoren schwer, mit zunehmend gehäuften und raffinierten Angriffen umzugehen. ... (mehr)

Administratoren sind es gewohnt, Software mit Hilfe eines Paketmanagers auf einem System zu installieren. In einigen Fällen wird natürlich auch immer noch von Hand kompiliert. So stehen beispielsweise in RPM-basierten Distributionen die Tools dnf und yum zur Verfügung. SUSE-Anwender werden sicherlich auch Zypper kennen. Wer auf einem Debian-System ein DEB-Paket installieren möchte, der greift zumeist auf apt zurück. Mit Hilfe eines derartigen Paketmanagers lassen sich Softwarepakete bequem aus einem zentralen Repository heraus installieren, ohne dass Sie sich selbst um das manuelle Auflösen von Abhängigkeiten kümmern müssen.

Distributionen stellen ihre Pakete zumeist über unterschiedliche Software-Repositories zur Verfügung. Im Standard-Repository sind dann üblicherweise die Softwarepakete in den Versionen enthalten, die zum Release der Distribution verfügbar waren. Über ein anderes Repository werden dann in regelmäßigen Zyklen aktualisierte Versionen dieser Software verteilt. Und hier liegt auch das zuvor beschriebene Problem: Distributoren müssen an dieser Stelle eine Entscheidung fällen, in welchen Zyklen und in welchem Umfang die Repositories mit neuen Paketen aufgefüllt werden.

Es allen Anwendern recht zu machen, ist meistens nicht möglich. Manche Anwender möchten eher eine ältere Version eines Pakets einsetzen, da vielleicht eine andere Software eine Abhängigkeit auf eine bestimmte API eines Pakets besitzt, andere Benutzer hingegen möchten vielleicht eher immer die neueste Version einer Software einsetzen, um so von neuen Features zu profitieren. Genau dieses Problem versucht Fedora nun durch den Einsatz von Softwaremodulen [1] zu lösen.

Flexibler dank Modulen

Mit diesem neuen Konzept sollen Pakete losgelöst von ihrer Version für Anwender zur Verfügung stehen. In der Praxis bedeutet dies, dass nun ein weiteres Repository existiert. Dieses enthält

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

Red Hat Enterprise Linux 8

Mit Red Hat Enterprise Linux 8 steht die neueste Version des Unternehmens-Linux von den Rothüten aus Raleigh zur Verfügung. Das neue Linux kommt mit zahlreichen neuen Features daher, was nicht wirklich verwundert, ist das neue Release doch das erste große Update seit fünf Jahren. Wir stellen die wichtigsten Neuerungen vor.

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019