Linux-RAM-Disk neu erstellen

Ein neuer Anfang

Nach einem Umzug der Festplatte in ein neues System startet das Linux-System plötzlich nicht mehr. Oftmals liegt das Problem an fehlenden Treibern in der RAM-Disk, die der Kernel für den Systemstart benötigt. Der Open-Source-Tipp in diesem Monat schaut sich den Umgang mit dieser Datei etwas näher an und stellt den praktischen Helfer dracut vor.
Storage-Technologien bieten Unternehmen immer neue Möglichkeiten zur flexiblen Datenhaltung, die angesichts der wachsenden Datenberge auch dringend geboten ... (mehr)

Die Archivdatei Initramfs (Initial Random-Access Memory File System) ist vielen Anwendern lediglich als eine weitere Datei im "boot"-Verzeichnis bekannt. Diese wird automatisch bei der Installation eines neuen Kernels angelegt und auch wieder gelöscht beim Entfernen des hierzu gehörenden Kernels vom System. Dennoch spielt diese initiale RAM-Disk eine wichtige Rolle, sorgt sie doch dafür, dass nach einem Neustart des Rechners ein Zugriff auf das Root-Dateisystem möglich ist, um so auf sämtliche Tools zurückgreifen zu können, die für den weiteren Startvorgang des Rechners notwendig sind.

Der Bootloader, in den meisten Fällen kommt heute GRUB2 zum Einsatz, ist dafür zuständig, beim Systemstart den Linux-Kernel (vmlinuz) und eine RAM-Disk (initramfs) in den Speicher zu laden. Der Kernel bindet dann die RAM-Disk als "root"-Volume in das System ein und startet im Anschluss den eigentlichen Init-Prozess. Auf aktuellen Linux-Systemen handelt es sich hierbei zumeist um Systemd. Der Init-Prozess kann im Folgenden dann auf die Treiber und Programme zurückgreifen, die das Initramfs zur Verfügung stellt, um somit Zugriff auf das eigentliche Root-Volume zu erlangen. Dieses ist üblicherweise auf einem lokalen Block-Device verfügbar, lässt sich aber bei Bedarf auch über das Netzwerk einbinden. Damit dies funktioniert, müssen alle hierfür notwendigen Treiber natürlich im Initramfs zur Verfügung stehen.

Hierbei kann es sich um Treiber für LVM, RAID, Dateisystem, Netzwerk oder eine Vielzahl anderer Komponenten handeln. Welche dies im Einzelnen sind, hängt von der individuellen Konfiguration des Systems ab. Auch wenn das Root-Dateisystem beispielsweise auf einer verschlüsselten Partition liegt, müssen die Tools für den Zugriff hierauf innerhalb der RAM-Disk zur Verfügung stehen.

Bei der Installation eines neuen Kernels wird die RAM-Disk automatisch anhand der Eigenschaften des Systems erzeugt und installiert. Auf

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019