Aus dem Forschungslabor

Nerd Ink

Unter dem Begriff Graphen-Tattoo haben Forscher eine neuartige Technologie entwickelt, die sich in die Kategorie "Wearables" einordnen lässt. Die ultradünnen Blättchen werden mit Wasser auf der Haut fixiert und messen dort beispielsweise Gesundheitsdaten.
Firmen stecken in einer Zwickmühle: Einerseits verschärfen die Gesetzgeber in Deutschland und Europa laufend die Anforderungen an die Datensicherheit und den ... (mehr)

Sollten Sie bislang nichts von Graphen gehört haben, lohnt für den Technikinteressierten definitiv eine kleine Recherche im Internet. Denn dieses Material, das bis 2004 als physikalisch unmöglich galt, ist der Wunderstoff des 21. Jahrhunderts. Er stellt letztendlich ein zweidimensionales Kohlestoffgitter dar, das mit erstaunlichen Eigenschaften daherkommt. So hat es beispielsweise eine 125mal höhere Zugfestigkeit als Stahl (und damit den höchsten bekannten Wert). Eine beliebte Veranschaulichung: Eine Graphen-Hängematte von einem Quadratmeter Größe könnte eine vier Kilogramm schwere Katze tragen – und selbst nur so viel wiegen wie ein einzelnes Schnurrhaar der Katze.

Neben den vielen anderen extremen Eigenschaften, deren Auflistung diese Ausgabe des IT-Administrator locker füllen würde, hat es auch im elektromagnetischen Bereich erstaunliche Fähigkeiten und wird als heißer Kandidat auf die Nachfolge des Silizium in der CPU-Herstellung gehandelt. Noch sind die Preise für Graphen höchster Qualität jedoch so astronomisch, dass der Haus- und Brückenbau auf Graphen-Basis wohl noch etwas warten muss, medizinische Tätowierungen jedoch nicht.

Bessere Daten

Das erste elektronische Tattoo stellten Deji Akinwande und Nanshu Lu von der University of Texas in Austin vor. Dabei macht ihr Gerät im Grunde nicht viel anderes als schon bekannte Devices: es misst den Puls, die Körpertemperatur oder andere Werte, die der Arzt gerade benötigt. Der entscheidende Unterschied ist, dass durch die extreme Flachheit eines zweidimensionalen Werkstoffs die Tattoos sich vollständig der Haut anpassen und eine deutlich bessere Datenqualität liefern. Auch ist, wie sonst oft in der Medizin üblich, keine Paste oder Gel notwendig, damit der Sensor die Gesundheitsdaten abliefern kann.

Die Tattoo-Sensoren entstehen aus Graphen und dem transparenten Kunststoff PMMA. Im Herstellungsprozess wird

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