Virtualisierung mit XCP-ng 8.0.0

Comeback

Die Servervirtualisierung dominieren vor allem VMware ESX und Microsoft Hyper-V. Einst spielten hier auch der Hypervisor Xen und seine Verwandten eine Rolle, doch unter den Fittichen von Citrix verlor der XenServer an Bedeutung. Nun startet Xen als freier Hypervisor XCP-ng ein Comeback. XCP-ng setzt auf Kompatibilität zum XenServer und will mit frei verfügbaren Enterprise-Funktionen punkten.
Das Bereitstellen von Anwendungen ist eine zentrale Administrationsaufgabe und Fehler hierbei fallen Mitarbeitern wie Kunden unmittelbar auf. Eine wichtige ... (mehr)

Bei der Virtualisierung unterscheiden wir primär zwei Typen von Hypervisoren. Typ-2-Hypervisoren sind nicht selbsttätig lauffähig und benötigen ein Betriebssystem als Grundlage, wie zum Beispiel VMware Workstation oder Oracle VirtualBox. Demgegenüber laufen Typ-1-Hypervisoren direkt auf der Hardware und sind somit für den Einsatz im Rechenzentrum die erste Wahl. Hier sind heutzutage vor allem Microsoft Hyper-V und VMware ESX sowie die Kernel-based Virtual Machine (KVM) präsent, während die auf dem freien Hypervisor Xen aufbauenden Lösungen an Boden verloren haben.

Von Xen zu Citrix zu XCP-ng

Der Open-Source-Hypervisor Xen, dessen erste Version im Jahr 2003 veröffentlicht wurde, entstand aus einem Projekt der University of Cambridge. Zu den Unterstützern des Projekts zählten Branchengrößen wie AMD, Intel, IBM, HP, RedHat, SuSE sowie Microsoft und Oracle. Über das Open-Source-Projekt [1] hinaus gründeten die Entwickler zudem mit XenSource ein Unternehmen, das sich um die kommerzielle Vermarktung kümmern sollte und verschiedene Editionen des Hypervisors mit professionellem Support anbot. Neben dem Flaggschiff Xen-Enterprise und dem XenServer war XenExpress für einen einzelnen Server und bis zu vier VMs kostenfrei verfügbar. Dieser Zweig entwickelte sich unabhängig vom Xen Project mit eigenen Versionsnummern weiter.

Im Jahr 2007 kaufte Citrix dann die Firma XenSource auf und integrierte den Hypervisor als XenServer mit dem nur unter Windows laufenden grafischen Admin-Client XenCenter in das eigene Produktportfolio. Inzwischen hat der neue Eigner den XenServer schlicht in "Citrix Hypervisor" [2] umbenannt. Auch Citrix bot XenServer in mehreren Editionen an, darunter weiterhin eine kostenfrei verfügbare. Diese musste zwar beim Hersteller registriert und mit einer regelmäßig zu erneuernden Lizenzdatei aktiviert werden, verfügte aber zeitweise über einige

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019