Bei "Windows Virtual Desktop" (WVD) handelt es sich nicht nur um die aus Windows Server bekannten RDSH beziehungsweise Terminalserver. Administratoren haben vielmehr auch die Möglichkeit, Windows 7 und 10 als virtuelle Desktops in der Cloud zu betreiben. Zusätzlich lassen sich in diesem Konstrukt auch alle vorhandenen Terminalserver ab Windows Server 2012 R2 bis zum aktuellen Windows Server 2019 betreiben. Dies war vorher nur mit der Citrix-Cloud möglich und setzte Citrix Virtual App and Desktops (CVAD) oder die Citrix Essentials Produkte aus dem Azure Marketplace voraus.
Windows Virtual Desktop bietet jedoch mehr als nur ein Multi-User-Windows-10, auch wenn das für viele Anwender der interessantere Teil ist und es häufig darauf reduziert wird. Für ältere Anwendungen, die bereitgestellt werden müssen, bietet WVD die Möglichkeit, auch weiterhin Windows 7 als virtuellen Desktop in Azure zu betreiben. Microsoft geht hier aber noch einen Schritt weiter und stellt für Windows-7-Instanzen innerhalb von WVD einen erweiterten Sicherheitsupdate-Service kostenlos zur Verfügung. Damit lassen sich auch ältere Anwendungen weiterhin ohne Sorgen über fehlende Patches für das Betriebssystem betreiben.
Es ist auch möglich, auf allen Plattformen lediglich die installierten Anwendungen ohne Drumherum bereitzustellen. Besonders interessant ist dies für Benutzer, die ein oder zwei Anwendungen, jedoch keinen vollständigen Desktop benötigen. Aber auch Anwender mit anderen Betriebssystemen auf ihrem Endgerät (RDP-Client oder HTML5-Browser vorausgesetzt), die den Zugriff auf eine reine Windows-10-Anwendung benötigen, sind hier eine Zielgruppe. Dies entspricht damit dem klassischen Terminalserver, erweitert um die vielen anderen Dienste von Azure.
Wer an dieser Stelle des Artikels bereits plant, seine bestehenden Terminalserver unter Windows durch Virtual Desktops zu ersetzen, den müssen wir leider enttäuschen. Microsoft wird diese Version
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